AK Präsident © AK Burgenland, AK Burgenland
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Scharfe AK-Kritik an längeren Öffnungszeiten und Sonntagsöffnung

Längere Öffnungszeiten und das Aufsperren für den Handel auch am Sonntag für die Zeit nach dem Lockdown kommen für AK-Präsident Gerhard Michalitsch gar nicht in Frage. Er übt scharfe Kritik und sieht darin eine Ausbeutung der Arbeitnehmer. „Bei diesem Vorstoß wird auf die Arbeitnehmer vergessen. Die Covid 19-Pandemie stellt gerade viele Arbeitnehmer im Handel vor große Herausforderungen. Sie leisteten und leisten Großartiges. Sie gingen und gehen an die Grenzen der Belastbarkeit. Jetzt auch noch länger und sonntags arbeiten zu müssen, das schaffen betroffene Arbeitnehmer nicht mehr. Dann drohen gesundheitliche Probleme“, warnt der AK-Präsident.

Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird nochmals verschärft. „Schon seit März bereitet die Kinderbetreuung den Eltern große Sorgen. Wie soll das funktionieren?“, fragt sich Michalitsch. Die längeren Öffnungszeiten und die Öffnung an Sonntagen würden viele Familien vor noch größere Belastungen stellen. „Zu Jahresende lässt dann das Burnout grüßen. Diese Pläne sind den Arbeitnehmern und auch ihren Familien nicht zumutbar“, ist sich Michalitsch sicher. 

Stattdessen plädiert der AK-Präsident auch während und nach dem Lockdown den regionalen Handel zu stärken. „Kaufen sie bei heimischen Unternehmern. Shoppen sie online oder rufen sie den Händler ihres Vertrauens an, es wird großteils geliefert. Lassen sie das Geld im Burgenland. Wenn wir jetzt alle zusammenhelfen und klug und regional einkaufen, dann sind längere Öffnungszeiten und Sonntagsöffnung obsolet.“

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Bianca Werfring, Kommunikation & Marketing der AK Burgenland, T: 0664/823 9449, E: bianca.werfring@akbgld.at