20.2.2018
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AK Burgenland: Selbstverwaltung der Krankenkassen muss gesichert bleiben

Die gestern bekannt gegebene Gebarung der Krankenkassen sorgt weiter für Diskussionen. Im Gegensatz zu Vertretern der Wirtschaftskammer sieht Burgenlands AK-Präsident Gerhard Michalitsch im erwirtschafteten Überschuss ein starkes Argument für die Eigenständigkeit und die Selbstverwaltung der Gebietskrankenkassen.  

 AK-Präsident Michalitsch: "Der Überschuss im Burgenland in Höhe von 1,8 Millionen Euro - bei österreichweit 4,7 Millionen Euro - belegt die erfolgreiche Arbeit der Burgenländischen Gebietskrankenkasse. Die Selbstverwaltung der Sozialversicherungen durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist ein Erfolgsmodell." Etwaige Zuschüsse für die BGKK aus dem sogenannten Ausgleichsfonds seien eben eine faire Abfederung von demografisch-bedingten Mehrkosten. 

Die Bundesregierung plant laut dem Regierungsprogramm die Zusammenlegung auf 5 Sozialversicherungsträger. Beim Einnahmenvollzug der Beiträge soll die Finanz zwischengeschaltet werden, die dann die Mittel an die Sozialversicherungsträger weiterleiten soll. Die AK befürchtet dadurch einen höheren Verwaltungsaufwand und eine zusätzliche Beschneidung der Selbstverwaltung.  

Michalitsch warnt vor einem Hineinregieren der Bundesregierung in die erfolgreichen Sozialversicherungsträger: "Das bestehende Gesundheitswesen sichert Gesundheitsleistungen auf hohem Niveau. Mit rund 3% sind die Verwaltungskosten, auch aufgrund der Selbstverwaltung, zudem halb so hoch wie beispielsweise in Deutschland. Die angedachte Zwangszusammenlegung der erfolgreichen Krankenkassen lässt kaum Einsparungen erwarten, dafür aber einen Leistungsabbau im Gesundheitsbereich befürchten. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in die Krankenkasse einzahlen, haben sich mehr Leistungen und nicht weniger Leistungen verdient."

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