Frau in rotem Kleid in Santorin © Maridav, stock.adobe.com
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Storno unzulässig: Kunde kann günstig in den Urlaub

Auf der Suche nach einer passenden Urlaubsreise stieß ein burgenländischer Arbeitnehmer auf ein Angebot, das exakt seinen Vorstellungen entsprach. Die gebotenen Leistungen deckten sich mit seinen Wunschvorstellungen und der Preis erschien ihm angemessen. Als Frühbucher konnte er sogar noch ein paar Euro sparen. Nach dem Buchen und dem Erlegen der Anzahlung freute sich der Reisewillige bereits auf den Urlaub.

Die Überraschung war groß, als plötzlich eine Nachricht des Reiseveranstalters eintrudelte. Beim Reisepreis sei ein Irrtum passiert. Man könne diese Reise so gar nicht anbieten, daher habe man diese wieder storniert. Die Anzahlung wurde auch sofort zurück überwiesen.

Hilfesuchend wandte sich der Arbeitnehmer an die Konsumentenschützer der AK Burgenland, die beim Reiseveranstalter für ihn intervenierten. „Hier lag bereits ein rechtsgültiger Vertrag vor, der nur unter bestimmten Voraussetzungen aufgelöst hätte werden können. Die Argumentation, dass man einfach zu billig angeboten habe, reicht nicht, solange es sich noch um einen halbwegs realistischen Preis handelt. Nur wenn der Irrtum dem Kunden „aus den Umständen offenbar auffallen musste“, wie es im Gesetz heißt, könnte der Reiseveranstalter den Vertrag auflösen. Etwa wenn Waren oder Dienstleistungen auf Grund eines Eingabefehlers fast verschenkt werden. Umgekehrt ist ja auch der Konsument an seine geschlossenen Reiseverträge gebunden und kann diese nur im Rahmen der vertraglich vereinbarten Stornobedingungen auflösen“, erläutert AK-Konsumentenschutz-Experte Mag. Christian Koisser.

Durch die AK Burgenland mit der Rechtslage konfrontiert sah der Reiseveranstalter den Fehler rasch ein. Der Kunde kann die Reise zum ursprünglich vereinbarten Preis antreten.

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Bianca Werfring
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