Mutter beim Einkauf von Schulartikel © Mike Fouque , stock.adobe.com
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Teuerung: Auch Schulkosten steigen

Lockdowns und Homeschooling haben Eltern und Kinder in den vergangenen zwei Jahren an ihre psychischen Grenzen gebracht. Die derzeitige Teuerungswelle lässt nun auch noch die finanziellen Belastungen massiv steigen. Mittlerweile geben Familien durchschnittlich sieben Prozent ihres Haushaltseinkommens für den Schulbesuch der Kinder aus. Laut SORA-Studie haben Burgenlands Eltern im vergangenen Schuljahr rund 2.000 Euro für den Schulbesuch ausgegeben. „Für viele Familien im Burgenland bedeutet der Schulbeginn eine große finanzielle Belastung. Anstatt sich zu überlegen, wie man diesen Familien helfen kann, hat die Bundesregierung die Schulstart-Unterstützung für Kinder aus armen Familien von 100 auf 80 Euro reduziert“, kritisiert AK-Präsident Gerhard Michalitsch.
Schultaschen, Hefte, Computer, Nachmittagsbetreuung: Der bevorstehende Schulstart bedeutet für Familien eine große finanzielle Belastung. „Neben den steigenden Preisen bei Wohnen, Energie und Lebensmittel macht vielen Eltern der bevorstehende Schulbeginn große Sorgen. Schon jetzt beginnen sie zu rechnen und zu überlegen, wie sie die zu erwartenden Kosten Anfang September stemmen können“, gibt AK-Bildungsexpertin Mag.a Claudia Kreiner-Ebinger zu bedenken. 

Eine vom SORA-Institut erstellte Schulkostenstudie zeigt die hohen Belastungen, die auf Burgenlands Familien mit dem Ende der Ferien zukommen werden. Am höchsten sind die laufenden Ausgaben bei Computer, Tablets und EDV, gefolgt von den allgemeinen Schulsachen wie Hefte und Bücher sowie fachspezifischen Schulmaterial und Kleidung. Bei den Fixkosten führt ganz klar die Verpflegung und die Nachmittagsbetreuung. „Hochgerechnet wird das Familieneinkommen mit Schulkosten in der Höhe von mehr 2.099 Euro pro Schuljahr belastet. Familien mit niedrigen Einkommen sind hier besonders belastet. In den ersten Monaten des Schulbeginns liegen die Kosten bei 3.750 Euro“, rechnet Kreiner-Ebinger vor.

Umso unverständlicher das Vorgehen der Bundesregierung, die den Wert des Schulstart-Paket, das Kindern aus einkommensschwachen Familien Zugute kommen soll, heuer um 20 Euro gekürzt hat. Das Land Burgenland hat darauf sofort reagiert und das Schulstartgeld des Landes auf 120 Euro erhöht. „Diese Maßnahme ist zu begrüßen, denn sie unterstützt die Familien jener 2.700 Kindern, die im September die Schule beginnen werden, unabhängig vom Familieneinkommen“, so Michalitsch abschließend.

Das Schulstartgeld des Landes kann im Familienreferat beantragt werden. Die Antragsfrist beginnt am 5. September und läuft bis zum Ende des laufenden Schuljahres. Der Antrag kann online gestellt werden und wird für alle Kinder gewährt, die in die Volks- und Sonderschule eintreten und im Burgenland ihren Hauptwohnsitz haben.

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