2.6.2017
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Teure Nachhilfe: Lernen muss in der Schule stattfinden!

AK-Nachhilfebarometer 2017: Druck auf Familien bleibt

3 Millionen Euro werden im Burgenland für private Nachhilfe ausgegeben, österreichweit 103 Millionen Euro – das zeigt das AK-Nachhilfebarometer 2017. Die finanziellen Belastungen durch Nachhilfe und verschiedene andere Schulkosten drücken gewaltig auf das Familienbudget. Die Arbeiterkammer Burgenland erneuert daher ihre Forderung nach hochwertiger Ganztagesbetreuung, regelmäßigen Förderunterricht und einer neuen Schulfinanzierung nach Chancenindex. 
„Entweder für Nachhilfe zahlen oder den Schulerfolg der Kinder riskieren – das kann nicht die Alternative sein. Lernen und Üben soll in der Schule stattfinden“, sagt AK- Präsident Gerhard Michalitsch. 
Die Schulkostenerhebung 2015/16 der AK Burgenland ergab, dass Eltern im Burgenland für Schule durchschnittlich 979 Euro ausgaben. Das AK-Nachhilfebarometer liefert jetzt aktuelle Zahlen für die Nachhilfe. Eltern im Burgenland geben rund 590 Euro pro Schulkind aus. Österreichweit beläuft sich dieser Wert auf rund 680 Euro. Rund 45 Prozent der befragten Eltern fühlen sich finanziell durch Nachhilfekosten stark belastet. 
Rund 50.000 Kinder in Österreich erhalten keine Nachhilfe, obwohl sie Hilfe benötigen, weil sich ihre Eltern die Nachhilfe finanziell nicht leisten können.
AK-Präsident Gerhard Michalitsch: „Das Lernen muss in der Schule stattfinden, nicht in der Nachhilfe! Die dringend notwendige Entlastung für die Familien können hochwertige Ganztagsschulen bieten, die Lernen, Üben und Freizeit über den ganzen Tag anbieten. Weiters brauchen wir einen regelmäßigen Förderunterricht in der Schule. Wir fordern Chancengleichheit auch in der Schule!“ 


Die Forderungen der Arbeiterkammer Burgenland für mehr Chancengerechtigkeit 
· Mehr echte, verschränkte Ganztagsschulen: Das AK-Nachhilfebarometer zeigt ganz klar, dass nur die echte Ganztagsschule die Eltern vom Lernen mit den Kindern und von teurer Nachhilfe entlastet. 
· Ausbau des regelmäßigen Förderunterrichts: Für diesen Förderunterricht muss ein zweckgebundener Fördertopf eingerichtet werden. So wie in den Volksschulen muss der regelmäßige Förderunterricht auch in der Mittelstufe gleich ab Beginn des Schuljahrs leicht und unbürokratisch zugänglich sein. 
· Schulfinanzierung nach einem Chancenindex: Pro Schülerin, pro Schüler, deren Eltern selber keinen höheren Bildungsabschluss haben, soll die jeweilige Schule mehr Geld bekommen – damit sie die Kinder besser fördert. 

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