Frau mit Weihnachtsmütze gefällt das Geschenk nicht © drubig-photo, stock.adobe.com
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Unliebsame Präsente: Was man zu Umtausch und Rückgabe wissen sollte

Der Mantel ist zu klein, der Pullover trifft nicht den Geschmack des Beschenkten und das Buch ist nun in doppelter Ausführung vorhanden – manchmal passt das Weihnachtsgeschenk leider nicht so, wie es sollte. Da stellt sich natürlich die Frage: Kann man es zurückgeben oder umtauschen? „Gesetzlich ist ein Umtauschrecht nicht vorgesehen“, informiert Mag. Christian Koisser vom AK-Konsumentenschutz. Vereinbart werden kann es aber sehr wohl. Der Lockdown wird zum Sonderfall.

Mit Bedacht die Weihnachtsgeschenke für seine Lieben ausgesucht, doch verschenkt hält sich die Freude über die Präsente - egal ob online oder in den regionalen Shops gekauft -  dann doch in Grenzen. Nach Weihnachten liebäugeln die Beschenkten mit dem Umtausch ihrer Geschenke. Aber: „Es gibt kein gesetzliches Umtauschrecht“, erklärt AK-Konsumentenschutzexperte Mag. Christian Koisser. Solange die Ware in Ordnung ist, muss ein Händler die Ware weder zurücknehmen noch umtauschen. Viele Unternehmen vereinbaren aber vertraglich ein Umtauschrecht. Geschieht dies, so wird das mitsamt der vereinbarten Frist im Normalfall auch auf der Rechnung vermerkt. 
Doch Achtung: Das Umtauschrecht kann auch mit Auflagen verbunden sein, etwa mit der Vorlage von Rechnung oder Kassabon, auch auf die Fristen ist zu achten. Ob Umtausch nur gegen andere Ware oder gegen eine Gutschrift möglich ist oder ob es sogar Geld zurück gibt, hängt von der getroffenen Vereinbarung ab.
„Es existiert zwar keine gesetzliche Verpflichtung, gekaufte Ware wieder umzutauschen. Wenn dies aber vertraglich vereinbart ist, so ist das Unternehmen bei Einhaltung der Voraussetzungen dazu verpflichtet“, versichert Koisser.
Doch die Covid-Maßnahmen machen auch vor diesem Bereich nicht Halt. Wenn im Lockdown Geschäfte geschlossen halten müssen, dann funktioniert’s natürlich auch mit dem Umtausch nicht. „Da den Kunden in diesem Fall das Ausüben des vertraglich vereinbarten Rechts auf Umtausch verunmöglicht wird, ist rechtlich der Fortlauf der vereinbarten Frist so lange gehemmt, bis das Geschäft wieder geöffnet ist“, erklärt der Konsumentenschützer und beruhigt: „Da aber Unternehmen die Umtauschmöglichkeit anbieten, um Kunden ein besonderes Service zu bieten, ist wohl davon auszugehen, dass die Umtauschfrist ohnehin um die Schließtage verlängert wird.“

Bei Online-Bestellungen besteht in der Regel ein gesetzliches Rücktrittsrecht. Dieses ist 14 Tage ab Erhalt der Ware ausübbar. „Doch Vorsicht! Wer schon früh die Geschenke bestellt, kann möglicherweise an Heiligabend die Rücktrittsmöglichkeit bereits versäumt haben. Dazu gibt es Ausnahmen bei entsiegelten DVDs oder CDs sowie für Waren, die eigens für den Besteller angefertigt worden sind“, gibt der Konsumenschutz-Experte zu bedenken.

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Bianca Werfring
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