AK Wahl 2019 © AK Burgenland, AK Burgenland
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Vorläufiges Ergebnis der AK-Wahl 2019: FSG feiert zweitbestes Wahlergebnis seit 60 Jahren

Mit dem zweitbesten Wahlergebnis seit der AK-Wahl 1959 kürt sich die FSG zum eindeutigen Sieger der AK-Wahl 2019. 72 Prozent der Stimmen entfielen auf die FSG mit Spitzenkandidat Gerhard Michalitsch. Ein Minus von 0,15 zum Ergebnis mit 72,15 Prozent im Jahr 2014. Zweitstärkste Kraft im Arbeitnehmer-Parlament sind die ÖVP-Arbeitnehmer. Sie kommen auf 17,8 Prozent. Gefolgt von den Freiheitlichen Arbeitnehmern mit 7,6 Prozent. 2,6 Prozent wählten die Alternativen/Unabhängigen/Grünen-GewerkschafterInnen. 

Die Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen (FSG) bleiben die klare Nummer eins in der Arbeiterkammer Burgenland. „Die FSG kommt auf 72 Prozent der Stimmen – ein Minus von knapp 0,15 Prozent“, informiert Mag. Christian Moder, Leiter der Hauptwahlkommission. In der neuen Vollversammlung ist die FSG künftig mit 37 Mandaten vertreten. Im Vorstand hält die FSG in den kommenden fünf Jahren acht von neun Mandaten. 

Platz zwei sicherten sich die ÖVP-Arbeitnehmer (ÖVP). Moder: „Mit einem Plus von einem Prozent kommen die ÖVP-Arbeitnehmer auf 17,8 Prozent der Stimmen. Damit gewinnen die ÖVP-Arbeitnehmer 1 Mandat in der Vollversammlung hinzu und halten künftig bei 9 Kammerräten. Sie bleiben bei einem Vorstandsmandat.“   

Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA-FPÖ) legen 0,6 Prozentpunkte zu und kommen nun auf 7,6 Prozent der Stimmen. Sie stellen künftig 3 Kammerräte. 

Ein leichtes Minus von 0,5 Prozentpunkten können auch die Alternativen/Grünen und

Unabhängigen-GewerkschafterInnen verzeichnen. Sie erreichten einen Stimmenanteil von 2,6 Prozent und halten nach wie vor bei einem Mandat in der AK-Vollversammlung.  

In Mandaten bedeutet das für die nächste Periode der AK-Vollversammlung: 37 Mandate für die FSG, 9 Mandate für die ÖVP-Arbeitnehmer, 3 Mandate für die Freiheitlichen und weiterhin ein Mandat für die Alternativen/Grünen/Unabhängigen. 

Im neuen AK-Vorstand steht es künftig 8:1 für die FSG. Die ÖVP-Arbeitnehmer stellen ein Vorstandsmitglied. 

Hohe Wahlbeteiligung in den Betrieben

Die Wahlbeteiligung liegt mit 42 Prozent im österreichischen Spitzenfeld. Mit 33.989 abgegebenen Stimmen wurde eine vorläufige Wahlbeteiligung von 42 Prozent erreicht.

„Prinzipiell gilt: die höchste Wahlbeteiligung gibt es in den Betriebssprengeln. Können Arbeitnehmer ihre Stimme in ihrem Betrieb abgeben, ist die Wahlbeteiligung überproportional höher wie bei der Briefwahl“, erläutert Brigitte Kulovits-Rupp, Leiterin des Wahlbüros.  Während in den Betrieben die Wahlbeteiligung bei 66,7 Prozent lag, war sie bei den Briefwählern gerade mal bei 28,4 Prozent.  

Ein direkter Zusammenhang besteht auch zwischen ausländischen Beschäftigten und der Wahlbeteiligung. Kulovits-Rupp: „Je höher die Gesamtzahl an ungarischen Arbeitnehmern, desto geringer die prozentuale Wahlbeteiligung.“  

Klarer Auftrag der Arbeitnehmer

„Zu allerst möchte ich mich bei den burgenländischen Arbeitnehmern bedanken. Sie haben gewählt und entschieden. Die Arbeitnehmer wollen eine starke Arbeiterkammer als Partner, um sie mit Rat und Tat bei Problemen zu unterstützen. Das Ergebnis ist zeitgleich ein Arbeitsauftrag und steckt auch die Ziele für die kommenden Monate und Jahre ab: Gerechte Löhne - Stichwort 1.700 Mindestlohn - ein gesunder Arbeitsplatz und natürlich faire Regeln für alle, um Lohn und Sozialdumping zu bekämpfen“, wagt Michalitsch bereits einen Ausblick auf die Aufgaben der kommenden Periode. 

Die deutlich höhere Wahlbeteiligung in den Betrieben im Vergleich zu jener bei der Briefwahl  lässt für Michalitsch nur einen Schluss zu: mehr Betriebssprengel. „Wir fordern, dass in Betrieben mit mindestens fünf Arbeitnehmern künftig verpflichtend ein Wahllokal eingerichtet wird.“  

Da die Möglichkeit der Stimmabgabe mittels Brief bis Dienstag, 2. April um 24.00 Uhr, bestand (Poststempel), wird sich die Zahl der Briefwähler in den nächsten Tagen noch geringfügig erhöhen. Das endgültige Wahlergebnis wird nach der Sitzung der Hauptwahlkommission - am Samstag, 6. April 2019 - bekannt gegeben. Zu einer Mandatsverschiebung wird es aller Voraussicht nach aber nicht mehr kommen. 

Vorläufiges Endergebnis AK-Wahl 2019 im Burgenland

Abgegebene Stimmen:      33.989

Gültige Stimmen:                 33.464

Wahlbeteiligung:     42 %   (2014: 44,4%, 2009: 50,07%) 

FSG: 72,0% (- 0,15 %)   (2014: 72,15 %) -  Mandate:       37

ÖVP: 17,8% ( + 1 %)     (2014: 16,83 %)                               9

FA-FPÖ: 7,6 % (+ 0,6 %)    (2014: 7,01 )                              3

AUGE/UG:    2,6 % (- 0,5%)   (2014: 3,10 %)                      1

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