Einkaufsstraße zur Weihnachtszeit © eyetronic , stock.adobe.com
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Vorsicht beim Arbeiten im Advent

Während die einen im Weihnachts-Shoppingwahn auf der Jagd nach Geschenken sind, stehen den Handelsangestellten wieder stressige Wochen bevor. Es warten lange Samstage, Arbeiten am Feiertag und viele Überstunden. So dürfen Beschäftigte im Handel an allen vier Einkaufssamstagen arbeiten. Auch am 8. Dezember-Feiertag stehen Handelsangestellte in den Geschäften, dafür gibt es Bezahlung und Ersatzfreizeit. Am Weihnachts- und Silvestertag hat um 13.00 bzw. um 17.00 Uhr Schluss zu sein. Wenn nicht, muss es entsprechend entlohnt werden.

Arbeiten Handelsangestellte unterm Jahr an mehr als einem Samstag pro Monat, gilt dies nicht für die vier Einkaufssamstage vor Weihnachten. „Sie können an allen vier Samstagen eingesetzt werden“, erklärt AK-Arbeitsrechtsexperte Mag. Helmut Steiger. Wie viel Geld man für die Arbeit an diesen Samstagen bekommt, ist davon abhängig, wie die jeweilige Arbeitszeit an den übrigen Samstagen im Jahr geregelt ist. „Hier lohnt es sich genau zu informieren“, rät Steiger.

Bezahlung und Ersatzfreizeit
Gerade der 8. Dezember wirft immer wieder Fragen auf. Doch heuer fällt Maria Empfängnis auf einen Sonntag. Damit ist es Geschäften verboten zu öffnen.
Prinzipiell ist die Arbeit am 8. Dezember in jedem Fall freiwillig. Doch der Arbeitgeber muss bis 10. November Bescheid geben, ob das Geschäft am 8. Dezember von maximal 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet sein wird. Innerhalb einer Woche obliegt es dem Beschäftigten zu- oder abzusagen. Wer sich weigert, am 8. Dezember zu arbeiten, darf deshalb nicht benachteiligt werden. Eine Kündigung aus diesem Grund kann vor Gericht angefochten werden. 
Für den Feiertag gibt es neben der Bezahlung auch Ersatzfreizeit: Für Arbeit bis zu vier Stunden gibt es vier Stunden Zeitausgleich, für Arbeit über vier Stunden gibt es acht Stunden Zeitausgleich.

Spezielle Regelungen gibt es auch für den Weihnachts- und Silvestertag. Am 24. Dezember endet die Normalarbeitszeit um 13.00 Uhr, am 31. Dezember um 17.00 Uhr. Auch hier gibt es Ausnahmen. Graser-Kern: „Arbeiten Arbeitnehmer am 24. Dezember tatsächlich nach 13.00 Uhr bzw. am 31.Dezember nach 17.00 Uhr, dann sind dies Überstunden und auch als solche abzugelten.“

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