Jürgen Karall, einer der Leiter des Corona-Krisenstabes der BH Oberpullendorf, und AK-Sozialrechtsexpertin Mag. Brigitte Ohr. © Roman Felder, AK Burgenland
Jürgen Karall, einer der Leiter des Corona-Krisenstabes der BH Oberpullendorf, und AK-Sozialrechtsexpertin Mag. Brigitte Ohr. © Roman Felder, AK Burgenland

Was tun bei positivem Selbsttest?

Seit bald einem Jahr hält uns Covid 19 in Atem. Die Länge der Pandemie als auch die immer noch hohen Infektionszahlen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, Kontakt mit einer infizierten Person zu haben und/oder sich selbst mit dem Coronavirus zu infizieren. Doch was ist zu tun? Wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer richtig? Etwas Licht in das Dunkel versucht AK-Sozialrechtsexpertin Mag. Brigitte Ohr zu bringen und fasst die wichtigsten Regeln zusammen. Gemeinsam mit einem der Leiter des Corona-Krisenstabes der BH Oberpullendorf, Jürgen Karall, versucht sie bei einem Online-Vortrag am 22. Februar alle offenen Fragen dazu zu beantworten.

Ein positiver Selbsttest, Kontakt mit einer infizierten Person, der Verdacht selbst an Covid erkrankt zu sein oder gar erste Symptome: Viele Arbeitnehmer sind verunsichert und wissen nicht wie sie sich richtig verhalten sollen. Denn was, wenn der Selbsttest – egal ob am Arbeitsplatz oder privat – positiv ist? Klar ist hier: es muss eine Nachtestung veranlasst werden. „Bei einem positiven Selbsttest heißt es sofort 1450 anzurufen. Dazu muss selbstständig eine Nachtestung veranlasst werden. Diese soll innerhalb von 48 Stunden erfolgen. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses der Nachtestung ist unverzüglich eine selbstüberwachte Heimquarantäne anzutreten“, erklärt Jürgen Karall, einer der Leiter des Corona-Krisenstabes der BH Oberpullendorf. AK-Sozialrechtsexpertin Mag. Brigitte Ohr ergänzt: „Natürlich ist es auch wichtig, sofort den Arbeitgeber zu informieren.“

Ein positiver Test oder der unmittelbare Kontakt mit einem Infizierten führt im Regelfall zu einer Quarantäne. Diese wird mittels Absonderungsbescheid der Behörde angeordnet. Doch Covid-positiv heißt nicht immer Krankheitssymptome, daher ergeben sich hier Unterschiede für Arbeitnehmer. Denn ohne Symptome muss sich der Arbeitnehmer im Rahmen der Quarantäne arbeitsbereit halten. „Hier kann der Arbeitgeber im Falle einer vorhandenen schriftlichen Vereinbarung Homeoffice anordnen. Sollte Homeoffice nicht möglich sein, gibt es grundsätzlich keine Arbeitsverpflichtung. Zu Einbußen beim Einkommen kann und darf es dabei nicht kommen“, führt die AK-Juristin aus.

Eine Covid-Infektion ist kein Krankenstand im juristischen Sinne. Warum? Das klären die AK-Sozialrechtsexpertin und einer der Leiter des Corona-Krisenstabes der BH Oberpullendorf, Jürgen Karall, beim Online-Vortag "Quarantäne und Krankstand" am 22. Februar. Genauso thematisiert werden: Wer als Schlüsselarbeitskraft gilt bzw. welche Maßnahmen am Arbeitsplatz und im öffentlichen Leben eingehalten werden müssen, um nicht als K1-Person zu gelten und in Quarantäne gehen zu müssen.

Zum Online-Vortag samt Diskussion zum Thema "Quarantäne und Krankstand am 22. Februar 2021 von 18.00 bis 19.30 Uhr via Zoom kann man sich direkt hier anmelden:

https://bgld.arbeiterkammer.at/service/veranstaltungen/Online-Vortrag_-Quarantaene_und_Krankenstand-_.html

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Mag.a Brigitte Ohr, Interessenpolitik, T: 02682/740-3182, E: brigitte.ohr@akbgld.at

Für die Presse:

Bianca Werfring, Kommunikation & Marketing der AK Burgenland, T: 0664/823 9449, E: bianca.werfring@akbgld.at