Sonderzahlung © AK Burgenland, AK Burgenland
Weihnachtsgeld © AK Burgenland, AK Burgenland

Weihnachtsgeld: Worauf burgenländische Arbeitnehmer achten sollten

Weihnachten steht vor der Tür. Der Brief ans Christkind ist bereits fertig. Entsprechend lang die Einkaufsliste der Eltern. Um alle Wünsche erfüllen zu können müssen die Eltern oft tief in die Tasche greifen. Da kommt im Advent das Weihnachtsgeld für viele gerade recht. Doch nicht alle Arbeitnehmer haben automatisch einen Anspruch auf „Weihnachtsgeld“. Die AK empfiehlt Verträge auf Sonderzahlungen gründlich zu prüfen. 

Sowohl das Weihnachts- als auch das Urlaubsgeld sind Sonderzahlungen, deren Ansprüche sich vom jeweils gültigen Kollektivvertrag ableiten. „Es gibt grundsätzlich keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld“, stellt der AK-Arbeitsrechtexperte Mag. Martin Sugetich klar. 
Das 13. und 14. Gehalt ist ein von den Gewerkschaften erkämpfter Anspruch, der in den Kollektivverträgen verankert wurde. Daher Vorsicht: „Es gibt Branchen, die keinem Kollektivvertrag unterliegen und daher keine Sonderzahlungen vorgesehen sind. In diesem Fall müssen Sonderzahlungen gesondert vereinbart werden“, erklärt Sugetich. 

Prinzipiell hängt die Höhe der Sonderzahlung ebenfalls vom Kollektivvertrag ab. Üblich ist ein Monatsgehalt oder ein Monatslohn. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Sugetich: „Taxilenker bekommen im ersten Jahr nur 75 Prozent. Arbeitnehmer im Güterbeförderungsgewerbe erhalten beispielsweise 25 Prozent mehr.“

Es gilt: Anspruch auf die volle Höhe gibt es grundsätzlich nur für ein volles Jahr. Tritt man während des Jahres ein oder scheidet aus, erhält man normalerweise einen aliquoten Anteil. Vorsicht ist bei der Beendigung des Dienstverhältnisses geboten. Abhängig von der Art der Beendigung kann es zu einem gänzlichen Entfall oder einer Rückzahlungsverpflichtung kommen.

Neben Anspruch und Höhe ist auch der Zeitpunkt der Auszahlung abhängig vom Kollektivvertrag. In der Praxis ist das Weihnachtssgeld häufig im November/Dezember fällig, das Urlaubsgeld zumeist im Juni oder Juli. 

Nicht vergessen: auch für Sonderzahlungen gelten Verfalls- und Verjährungsfristen. Bei Fragen oder Ungereimtheiten beantworten die Experten der Arbeiterkammer (02682-740-0) oder der Fachgewerkschaften gerne Ihre Fragen.

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Bianca Werfring
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