6.4.2018

Weiterbildungs-woche für Arbeitnehmer notwendig

Die Digitalisierung schreitet rapide voran. Arbeitsabläufe, Tätigkeiten und Jobprofile verändern sich, mitunter rasant. Digitale Kompetenzen sichern als Schlüsselqualifikationen die Wettbewerbsfähigkeit heimischer, burgenländischer Unternehmen. Roboter übernehmen jedoch einen Großteil der Jobs in vielen Branchen. Daher werden Bildung und Weiterbildung im Erwachsenenalter zur unabdingbaren Notwendigkeit.

Fest steht: Die digitale Revolution wird die Arbeit am Wirtschaftsstandort Burgenland stark umkrempeln und uns vor neuen Herausforderungen stellen. Roboter arbeiten immer präziser und finden in den unterschiedlichsten Branchen Einzug. Gleichzeitig sinkt der finanzielle Aufwand für die Digitalisierung. Automatisierbare Routinetätigkeiten wie Buchhaltung oder das Bedienen von Maschinen werden täglich von Robotern oder EDV-Systeme übernommen. 

Die Digitalisierung kann man als Risiko oder als Chance verstehen. „Daher müssen wir die Arbeitnehmer bei der Aufrüstung für die Digitalisierung unterstützen. Wir schlagen eine jährliche Weiterbildungswoche für alle und einen Rechtsanspruch für ein existenzsicherndes Qualifizierungsgeld für Zeiten längerer Aus- und Weiterbildungen vor“, so AK-Präsident Gerhard Michalitsch.  

Eine Studie des Forschungsinstituts FORBA zeigt, dass Weiterbildung die Berufschancen deutlich erhöht und einen wichtigen Beitrag leistet, damit der eigene Arbeitsplatz gesichert wird. Bildung wirkt wie eine „Schutzimpfung“ am Arbeitsmarkt: Wer gut ausgebildet ist, ist seltener arbeitslos. Das Qualifizierungsgeld soll daher u.a. das Nachholen nicht-akademischer Ausbildungen erleichtern und es älteren Arbeitnehmern ermöglichen, selbstgewählt neue Ausbildungen zu beginnen. 

AK-Präsident Gerhard Michalitsch appelliert an alle Beschäftigten: „Machen Sie von ihrem Mitspracherecht Gebrauch und treten Sie mit uns über unsere Initiative ‚Wie soll Arbeit?‘ in Dialog, damit Sie trotz der Digitalisierung mithilfe einer Weiterbildungswoche am Ball bleiben können. Wir müssen jetzt in die Zukunft investieren!“