Unwetter © Pixabay, Pixabay
Unwetter © Pixabay, Pixabay

Wenn das Unwetter zur Katastrophe wird

Der beginnende Sommer bringt nicht nur Sonnenschein. Auch Unwetter mit Sturm, Starkregen, Überschwemmungen und Hagel stehen an der Tagesordnung. Was Betroffene von Naturkatastrophen arbeits- und steuerrechtlich aber auch aus Konsumentenschutz-Sicht beachten sollten, darüber informieren die Expert:innen der AK Burgenland. 

Egal ob Überschwemmung, Sturmschäden oder Vermurungen – Arbeitnehmer:innen sind verpflichtet, den Arbeitgeber:innen sofort Bescheid zu sagen, wenn sie sich aufgrund eines Naturereignisses verspäten oder gar nicht in die Arbeit kommen können. „Arbeitnehmer:innen müssen immer alles Zumutbare unternehmen, um pünktlich in die Arbeit zu kommen. Ob eine Maßnahme zumutbar ist, wird im Einzelfall geprüft“, sagt AK-Arbeitsrechtsexpertin Mag.a Doris Graser-Kern. Klar ist aber auch: Verspätungen oder Fernbleiben im Katastrophenfall sind kein Entlassungsgrund und sowohl Arbeiter:innen als auch Angestellte haben grundsätzlich Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts, wenn sie aufgrund von Wetterlage und dergleichen nicht oder zu spät zur Arbeit kommen.  

Unter bestimmten Voraussetzungen haben auch freiwillige Mitglieder von Einsatz- oder Katastrophenhilfsorganisationen wie der freiwilligen Feuerwehr bei Großschadensereignissen einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. 

Was tun im Schadensfall?

Sturm, Hagel und Schlamm können auch große Schäden an Häusern oder Autos verursachen. Hier raten die AK-Konsumentenschützer:innen, den Schaden rasch der Versicherung zu melden und den Schaden anhand von Fotos und Videos zu dokumentieren. „Nach der Schadensmeldung wird der Schaden meist von einem Sachverständigen der Versicherung geprüft. Sollte sich die Versicherung weigern, zu zahlen, umgehend den AK-Konsumentenschutz kontaktieren“, rät der AK-Konsumenschutzexperte Mag. Christian Koisser. 

Die Reparaturen von Schäden nach Unwettern, verursachen oft hohe Kosten. Darin enthalten sind etwa Kosten, die in unmittelbaren Zusammenhang mit der Beseitigung der Katastrophenfolgen stehen oder Kosten für die Ersatzbeschaffung zerstörter Gegenstände, die für das tägliche Leben gebraucht werden, wie etwa Kleidung, Möbel oder Geschirr. Auch die Mietkosten für ein Überbrückungsquartier sind absetzbar. „Aber Achtung! Abgezogen werden müssen vorher Kostenersätze wie Erstattungen von Versicherungen und auch Spenden oder Subventionen. Ebenfalls nicht absetzbar sind Luxusgegenstände, Foto- und Filmausrüstung, Sport- oder Gartengeräte“, warnt AK-Steuerexpertin Nadja Weinmüller abschließend.

 

Die AK HILFT!

Die Rechtsexpert:innen der Arbeiterkammer Burgenland stehen Ihnen gerne bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. 


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