Schule, Bildung, Geld © Adobe Stock_360966499, Adobe Stock_360966499
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Wenn immer weniger Geld für Bildung überbleibt

Eine von der AK in Auftrag gegebenen IFES-Studie macht erstmals klar, wie die Teuerung die Bildungsteilhabe von Kindern und Jugendlichen einschränken könnte. Jede dritte Familie gibt an, durch die Teuerung weniger Geld für die schulischen Ausgaben ihre Kinder zur Verfügung zu haben. „Familien machen sich große Sorgen, wie sie die kommenden Monate das Notwendigste bezahlen können, daher planen sie bei Kosten für die Nachhilfe, Nachmittagsbetreuung und Freizeitaktivitäten einzusparen. Das ist alarmierend“, erklärt AK-Präsident Gerhard Michalitsch.
Laut Studie kann sich jede vierte Familie die Kosten für EDV voraussichtlich nicht leisten, ähnlich viele planen Einsparungen bei Nachhilfe sowie im kulturellen Bereich. Auch bei Schulmaterialien, Schulgebühren und Schulausflügen sehen sich 12-14 Prozent der Eltern nicht im Stande, diese im kommenden Schuljahr zu finanzieren. Jede fünfte Familie deren Kind eine Form der Ganztagsbetreuung besucht, gibt an, sich diese nicht mehr leisten zu können. 

Nach Pandemie und Phasen von Homeschooling hängt nun auch bei der Teuerung die Bildung der Kinder und Jugendlichen vom Einkommen der Eltern ab. Besonders dramatisch ist die Situation bei Alleinerziehenden. „Wenn alle Kinder gleiche Chancen haben sollen, dann brauchen unsere Schulen einen massiven Gerechtigkeitsschub. Es darf nicht sein, dass Kinder von Eltern mit schmalen Geldbörsel von vielen Dingen im Schulleben ausgeschlossen werden oder dass sich Eltern für die Bildung ihrer Kinder in Schulden stürzen müssen“, kritisiert der AK-Präsident, und fordert die Bundesregierung auf, Maßnahmen für Familien zu setzen, die Kinder und Jugendliche vor (Bildungs-)Armut schützt. Michalitsch abschließend: „Mittelfristig müssen Schulen so ausgestattet werden, dass es für den Schulerfolg egal ist, ob Eltern Geld haben oder nicht!“

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