Geldscheine © SydaProductions, stock.adobe.com
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Wohnbonus würde Familien bis zu 500,- Euro entlasten

Die Kosten fürs Wohnen sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. AK-Präsident Gerhard Michalitsch unterstützt daher die Forderung nach der Einführung eines Steuerabsetzbetrages auf Wohnkosten. „Für eine burgenländische Familie, die sich den Bau ihres Einfamilienhauses über einen Bankkredit finanziert, wäre das eine jährliche Entlastung von bis zu 500 Euro pro Jahr“, erklärt Michalitsch.  

Die Kosten für Mieten sind im Burgenland doppelt so hoch angestiegen wie die durchschnittlichen Einkommen der Arbeitnehmer. Diese Schieflage zeigt deutlich, dass ein Maßnahmenpaket für Mieter und Häuselbauer notwendig ist.  

Das Modell der AK sieht vor, dass 10 % der Wohnkosten bis zu maximal 500 Euro pro Jahr als Absetzbetrag von der Lohnsteuer in Abzug gebracht werden können. Absetzbare Wohnkosten wären neben dem Neubau oder Kauf eines Eigenheims auch laufenden Mieten sowie Kosten für die Sanierung von Wohnraum.  

„Wichtig ist uns dabei, dass auch jene Arbeitnehmer entlastet werden, die unter der Einkommenssteuergrenze verdienen. Für sie soll der Wohnbonus als Gutschrift ausgezahlt werden“, so AK-Präsident Michalitsch. Der neu zu schaffende Absetzbetrag muss negativsteuerfähig sein und auch für Geringverdiener in voller Höhe ausbezahlt werden.  

„Die Bundesregierung hat eine Steuerreform angekündigt. Von dieser müssen Arbeitnehmer profitieren. Neben der Abschaffung der kalten Progression ist der Wohnbonus ein guter Weg Arbeitnehmer, die 80 % des Steueraufkommens stemmen, nachhaltig zu entlasten“, so der AK-Präsident. 

AK-5-Punkte-Programm: 

1) Ein Wohnbonus im Rahmen der Steuerreform, mit dem zehn Prozent der Wohnkosten, maximal 500 Euro, von der Lohn- bzw. Einkommenssteuer abgesetzt werden können. Bei einem Einkommen unterhalb der Einkommenssteuergrenze wird der Wohnbonus als Steuergutschrift ausbezahlt. Bei hohen Einkommen schleift sich der Absetzbetrag ein, ab 90.000 Euro Jahreseinkommen und mehr gibt es keinen Wohnbonus mehr.  

2) Ein neues Mietrecht für private Wohnungen mit wirksamen Mietzinsobergrenzen, klar definierten und begrenzten Zu- und Abschlägen. Überdies müssen die befristeten Mietverträge abgeschafft werden, außer bei Eigenbedarf für Vermieter.  

3) Streichung mit der Maklerprovision für Mieter.  

4) Wirksame Sanktionen bei Mietwucher. So sollen Vermieter etwa bei gesetzwidrig vereinbarten Mietzinsen das Doppelte des unrechtlich kassierten Betrages zurückzahlen.  

5) Geförderter Wohnbau: Mit der burgenländischen Wohnbauförderung schafft das Land gute Rahmenbedingungen für die Errichtung von Wohnraum. Diese Förderung muss gesichert und laufend an die Bedürfnisse der Mieter und der Genossenschaften angepasst werden. 

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