AK-Regionalstellenleiter und Landtagsabgeordneter Mag. Christian Drobits und AK-Präsident Gerhard Michalitsch © Werfring, AK Burgenland
AK-Regionalstellenleiter und Landtagsabgeordneter Mag. Christian Drobits und AK-Präsident Gerhard Michalitsch © Werfring, AK Burgenland

Zahlen, Daten, Fakten: Das Burgenland in Zahlen

Mit der vierten Auflage der Broschüre „Das Burgenland in Zahlen“liefert die Arbeiterkammer Burgenland aktuellste Zahlen, Daten und Fakten zu Bereichen wie Arbeitsplätze, Wohnraum, Bildung, soziale Absicherung, Kinderbetreuung und Gesundheitsversorgung. Damit ist die Broschüre eine wertvolle Grundlage für die Regionalpolitik, aber zeitgleich auch ein Angebot für Mitarbeiter von Interessenvertretungen, Parteien, Medien und NGOs. „Mit dieser Broschüre kommen wir unserer Aufgabe als Interessenvertretung nach. In Zeiten, wo in Diskussionen Fakten von Halbwahrheiten und Emotionen ersetzt werden, wollen wir fundierte Informationen zur Verfügung stellen. Kurzum: Wir liefern mit dieser Broschüre die Basis für faktenorientierte Politik“, erklärt AK-Präsident Gerhard Michalitsch.

Neben Basisdaten wie Bevölkerungsentwicklung, Wohnen, Arbeitsmarkt, Bildung und Soziales liegt der Fokus –zeitgerecht vor zwei Wahlen –auf Daten zu aktuellen Themen. In der aktuellen Ausgabe werden nicht nur die grundlegenden Arbeitsmarktdaten, sondern auch Daten zur Einkommenssituation und zu Lohnnebenkosten beleuchtet, ebenso, wie viele Kinder vom neuen Gratiskindergarten und von der Gratiskinderkrippe profitieren oder wie die Strukturen von pflegenden Angehörigen ausschauen, dazu Daten etwa zur Mindestsicherung oder zur Altersstruktur von Ärzten. 

Höhere Einkommen

Natürlich ist auch das Einkommen ein Thema in der Broschüre. Die Statistiken zeigen hier eine Schere zwischen wohnortbezogenen und arbeitsplatzbezogenen Einkommen. Während jene Burgenländer, die außerhalb des Burgenlandes arbeiten mit 2.398 Euro brutto im Monat am zweiten Platz liegen, bilden die Arbeitnehmer im Burgenland mit 1.868 Euro brutto im Monat das klare Schlusslicht der Statistik. „Die AK setzt sich deshalb für einen Mindestlohn in den KVs von 10 Euro netto pro Stunde bzw. 1.700 Euro netto pro Monat ein. Denn die Arbeit von Arbeitnehmern im Burgenland darf nicht weniger wert sein, als die Arbeit sonst irgendwo in Österreich! Daher begrüßen wir auch das Projekt der burgenländischen Landesregierung einen 1.700 Euro-Netto-Mindestlohn im öffentlichen Dienst einzuführen. Das hat auch Signalwirkung für die Privatwirtschaft und ist ein wichtiger Impuls in die richtige Richtung“, betont AK-Regionalstellenleiter und Landtagsabgeordneter Mag. Christian Drobits.  

Lehrausbildung stärken

Aufholbedarf zeigt die Broschüre auch im Bereich der Lehrausbildung. Trotz Fachkräftemangel sinkt die Zahl der Lehrlinge, aber auch jene der Lehrbetriebe. „Die Wirtschaft beklagt weiterhin den Fachkräftemangel, es sind aber immer weniger Betriebe bereit, selbst auszubilden. Daher bedarf es mehr Lehrstellen, einer entsprechenden Qualität der Lehre, aber auch bei der Entlohnung und beim Image besteht Handlungsbedarf. Eine KV-Mindestlehrlingsentschädigung im ersten Lehrjahr von 700 Euro wäre ein Anfang. Dazu sollte ein Ausbildungsfonds, der jene Betriebe begünstigt, die ausbilden, eingerichtet werden“, fordert Drobits.

Ältere Arbeitslose unterstützen

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hat auch vor dem Burgenland nicht halt gemacht. Trotzdem schwächelt die gute Entwicklung. Michalitsch: „Die Prognosen werden derzeit wieder hinuntergeschraubt. Entsprechend gilt es zu reagieren und sich aus dieser Flaute hinauszuinvestieren. Deshalb ist es mir auch ein Anliegen, den Gewerkschaften bei den aktuellen KV-Verhandlungen den Rücken zu stärken: Österreich braucht hohe Einkommenssteigerungen um die Kaufkraft und damit die Inlands-Nachfrage zu stärken. Dazu gilt es, ältere Arbeitskräfte zu pushen. Sie sind die ersten, die von steigender Arbeitslosigkeit betroffen sind. Da werden Gegenmaßnahmen notwendig, wie die Neuauflage der von der türkis-blauen Koalition abgedrehten Aktion 20.000.“

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