13.10.2017
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„Faires Einkommen für alle!“

Im Burgenland arbeiten Frauen heuer ab dem 16. Oktober gratis. Die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen endet laut Lohnsteuerstatistik an diesem Tag. „Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen sind nach wie vor hoch. Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist noch immer keine Selbstverständlichkeit“, so AK-Vizepräsidentin Josefine Benin. Im Burgenland beläuft sich der Unterschied auf 20,9 %. „Das bedeutet das vollzeitbeschäftigte Frauen pro Jahr um 10.189 Euro weniger bekommen als ihre männlichen Kollegen.“

Das durchschnittliche Jahreseinkommen für vollzeitbeschäftigte Burgenländer beträgt 48.770 Euro. Vollzeitbeschäftigte Burgenländerinnen erhalten hingegen nur 38.581 Euro. Der Nachteil von Frauen im Vergleich zu einem durchschnittlichen Männereinkommen beläuft sich damit auf 20,9 %. „Diese Einkommensschere muss geschlossen werden. Frauen haben das Recht auf faire Einkommen“, so Vizepräsidentin Benin. „Nicht zuletzt weil sich diese Unterschiede in der Pension noch einmal verschärfen. Die Durchschnittspensionen liegen bei Männern größtenteils weit über jenen der Frauen. Der Grund dafür sind niedrigere Beitragsgrundlagen, die aus geringeren Einkommen und Zeiten der Kindererziehung resultieren.“

Neben der Weiterentwicklung der Einkommensberichte und dem Ausbau der Kinderbetreuung spricht Benin vor allem zwei Themen in Bezug auf die Gehaltsunterschiede an: „Es geht um eine generelle Neubewertung von Arbeit und einer entsprechenden Entlohnung. Allzu oft sind vor allem jene Tätigkeiten und Berufe schlechter entlohnt, in denen Frauen arbeiten. Als Beispiel brauchen wir nur den Caresektor betrachten. Hier wird enorm wichtige Arbeit für die Gesellschaft geleistet, in den Gehältern schlägt sich das leider nicht nieder. Und als zweites müssen wir stärker auf die gerechtere Verteilung von Arbeit drängen. Einerseits damit Frauen aus der Teilzeitfalle kommen und andererseits damit unbezahlte Arbeit zwischen Männern und Frauen besser geteilt werden kann.“  

Der statistische Einkommensunterschied ist für Vollzeitbeschäftigte berechnet. Teilzeit schlägt sich hier dennoch nieder. Unter anderem weil Mehrstunden und Überstunden unterschiedlich behandelt werden. Daher fordert AK-Präsident Michalitsch: „Die Zuschläge für Mehrarbeit müssen von 25 auf 50 Prozent erhöht werden.“

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