Mann mit leerer Geldtasche © Paolese, stock.adobe.com
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AK: Volle Kraft im Kampf gegen Arbeitslosigkeit

Die Covid 19-Pandemie, ein zweiter Lockdown und der Commerzialbank-Skandal bescheren dem Burgenland eine deutliche Zunahme an Insolvenzen und lassen die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnalzen. Um satte 73,62 Prozent mehr von Insolvenz betroffene Arbeitnehmer verzeichnen die Rechtsexperten der AK Burgenland. „Als Arbeiterkammer stehen wir betroffenen Arbeitnehmern zur Seite. Trotzdem bedarf es laufend neuer Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Es gilt mehr denn je Arbeitsplätze zu retten. Ein wirksames Mittel dafür ist mit Sicherheit die Kurzarbeit“, betont AK-Präsident Gerhard Michalitsch und fordert mehr Arbeitslosengeld für Arbeitslose in der Pandemie.

Schärf, Commerzialbank, SVM, Zimmermann und Stangl: Die Insolvenzen im Burgenland haben im Zuge der Coronakrise und dem Commerzialbank-Skandal enorm zugenommen.  Arbeitnehmer stehen ohne Arbeit da. Allein bis Ende Oktober hat die AK Burgenland 941 betroffene Arbeitnehmer beim Insolvenzentgeltfonds angemeldet, und 213 folgen in den kommenden Wochen. Im Vergleichszeitraum 2019 waren es 542. Damit verzeichnen die Experten der AK Burgenland einen Anstieg von 73,62 Prozent.
„Wir stehen den betroffenen Arbeitnehmern zur Seite, informieren sie und helfen ihnen dabei ihre Ansprüche beim Insolvenzentgeltfonds geltend zu machen. Auf uns können sich Arbeitnehmer in jeder Lage verlassen“, versichert AK-Präsident Gerhard Michalitsch.

Trotzdem darf oder soll es laut Michalitsch gar nicht soweit kommen. „Das von den Sozialpartnern ausverhandelte Kurzarbeitsmodell samt der Adaptierungen im Zuge des 2. Lockdowns machen Kurzarbeit attraktiv. Kurzarbeit ist Kündigungen immer vorzuziehen. Damit retten wir Arbeitsplätze“, appelliert der AK-Präsident an die Unternehmer von Kurzarbeit entsprechend Gebrauch zu machen.
Michalitsch nimmt aber auch die Regierung in die Pflicht und fordert mehr Maßnahmen um Arbeitslose zu unterstützen. „Es ist zu befürchten, dass die Winterarbeitslosigkeit explodiert. Daher muss die Regierung aktiv werden. Denn die Arbeitslosigkeit lässt sich senken, etwa durch öffentliche Jobgarantien für Langzeitarbeitslose oder durch Arbeitszeitverkürzung.“

Dazu fordert Michalitsch mehr Geld für jene, die in der Krise arbeitslos geworden sind. „Es wäre nur fair, wenn jene Arbeitnehmer, die durch die Pandemie ihre Arbeit verloren haben nicht 55 Prozent Arbeitslosengeld bekommen würden, sondern ihnen 70 oder gar 80 Prozent zu gewähren. Immerhin erhalten Unternehmer auch 80 Prozent Umsatz-Ersatz.“

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