AK-Präsident Gerhard Michalitsch © Felder, AK Burgenland
AK-Präsident Gerhard Michalitsch © Felder, AK Burgenland

AK Burgenland informiert zu Covid-Regeln am Arbeitsplatz

Eine fast entsorgte Corona-Ampel, verschärfte Regeln im Wochentakt oder noch häufiger, Verschärfungen im „privaten“ Bereich jedoch nicht im Eigenheim – viele haben den Überblick darüber verloren, was derzeit an Covid-Regeln überhaupt gilt, auch was die Regeln am Arbeitsplatz betrifft. „Ich rede mit vielen Arbeitnehmern, aber auch Unternehmern und mein Eindruck ist, dass viele nicht mehr wissen, was derzeit vorgeschrieben ist. Unter diesem Wirrwarr leidet dann ganz zum Schluss die Gesundheit der Arbeitnehmer und der Kampf gegen die Pandemie. Es braucht klare Regeln, die auch ein bisschen vorausschauend beschlossen werden, damit sie sich nicht alle paar Tage ändern! Die Bundesregierung ist aufgefordert, für diese klare Linie und auch für mehr Verlässlichkeit bei den Covid-Regeln zu sorgen“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch.

Gleichzeitig seien die Arbeitgeber verpflichtet, aufgrund gültiger Verordnungen und ihrer Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern, die Bestimmungen einzuhalten um ihre Mitarbeiter zu schützen. „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht – und schon gar nicht die Mitarbeiter, das wichtigste Kapital jedes Unternehmens!“, mahnt Michalitsch.  

Daher informiert die AK Burgenland über den aktuellen Stand der Covid 19-Verordnungen betreffend den Arbeitsplatz – Stand 17. September 2020, laut Covid-19-Lockerungsverordnung: 

•          Am Ort der beruflichen Tätigkeit ist zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten, sofern nicht durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

•          Die Verpflichtung zum Tragen von einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden mechanischen Schutzvorrichtung in Bereichen, wo dies nicht ohnehin auf Grund anderer Rechtsvorschriften verpflichtend erforderlich ist, ist nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zulässig.

•          Kann auf Grund der Eigenart der beruflichen Tätigkeit der Abstand von mindestens einem Meter zwischen Personen nicht eingehalten werden, ist durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren, etwa durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen, wie das Bilden von festen Teams, der Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden.

•          Die oben angeführten Punkte gelten auch für Fahrzeuge des Arbeitgebers.

•          Die gemeinsame Benützung von Kraftfahrzeugen durch Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist nur zulässig, wenn in jeder Sitzreihe einschließlich dem Lenker nur zwei Personen befördert werden. Gleiches gilt auch für Taxis und taxiähnliche Betriebe, für Aus- und Weiterbildungsfahrten, sowie an Bord von Luftfahrzeugen, welche nicht als Massenbeförderungsmittel gelten. 

Davon abweichend gibt es weitere Bestimmungen: Beispielsweise ist in Kundenbereichen von Mitarbeitern mit Kundenkontakt, neben mindestens einem Meter Abstand, Mund-Nasen-Schutz zu tragen oder für eine andere Schutzmaßnahme zu sorgen. Auch im Gastgewerbe haben Mitarbeiter bei Kundenkontakt Mund-Nasen-Schutz zu tragen – hier sind aber weitere Verschärfungen, vor allem für Kunden, ab Montag angekündigt.

Kontakt

Kontakt

Reinhard Huber, Direktion/Präsidium, Referent des Präsidenten, T: 0676/66 75 471, E: reinhard.huber@akbgld.at