Direktor Thomas Lehner, Vizepräsidentin Bianca Graf, Präsident Gerhard Michalitsch und Vizepräsident Erich Mauersics. © Felder, AK Burgenland
Direktor Thomas Lehner, Vizepräsidentin Bianca Graf, Präsident Gerhard Michalitsch und Vizepräsident Erich Mauersics © Felder, AK Burgenland

AK Vollversammlung an der Seite der Arbeitnehmer

Das burgenländische Arbeitnehmer-Parlament kommt seiner gesetzlichen Verpflichtung nach und tagt unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen mit Covid-Schnelltests, Maskenpflicht und Präventionskonzept. Denn bei der einzigen diesjährigen Vollversammlung der Arbeiterkammer Burgenland werden neben dem Beschluss des Voranschlages für 2021 und 33 Anträgen sowie einer Resolution die Weichen für die Arbeit des nächsten Jahres gestellt. Und diese gilt ganz dem Kampf gegen die Krise. „Es braucht vorausschauende Maßnahmen, die die Gesundheit möglichst schützen, aber so wenig Arbeitsplätze wie nötig kosten“, betont AK-Präsident Gerhard Michalitsch. 

Die Covid 19-Pandemie bringt herausfordernde Zeiten und einer Gesundheits- und Wirtschaftskrise, deren Ende nicht absehbar ist. So stand auch die Vollversammlung der Arbeiterkammer Burgenland ganz im Zeichen der Pandemie. Einerseits weil die gesetzlich verpflichtende Vollversammlung unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen mit Covid-Schnelltests, Maskenpflicht und Präventionskonzept stattfand und andererseits weil das Augenmerk auf Maßnahmen und Lösungen zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie lagen. 

Selbst das Budget steht im Schatten der Covid 19-Pandemie. Mit dem Voranschlag 2021 wurde die finanzielle Basis für die Arbeit des kommenden Jahres gelegt und damit die Fortsetzung der wichtigen Arbeit für die AK-Mitglieder gewährleistet. „Schon seit Beginn der Pandemie helfen die Experten der Arbeiterkammer Burgenland mit der größten Beratungsoffensive aller Zeiten. Entsprechend gilt auch mein Dank unseren engagierten Mitarbeitern. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet. Damit sie auch im nächsten Jahr helfen und unseren Mitgliedern zur Seite stehen können, haben wir heute den Voranschlag für das kommende Jahr beschlossen“, erläutert AK-Direktor Mag. Thomas Lehner.

Doch der Fokus lag vor allem auf einem Maßnahmenbündel gegen die Auswirkungen der Pandemie. „Jetzt braucht es vorausschauende Maßnahmen, die die Gesundheit schützen, aber so wenig Arbeitsplätze wie nötig kosten. Daher bedarf es konkreter Maßnahmen: Um besser auf Krisen vorbereitet zu sein, um Familien zu unterstützen und um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Vor allem aber, sollen die Arbeitnehmer nicht die Verlierer der Krise sein. Dafür braucht es eine gerechte Krisenfinanzierung mit einem Beitrag der großen Vermögen und Konzerne. Dass die AK richtig liegt, zeigt, dass zwei aktuelle Forderungen der Vollversammlung inzwischen umgesetzt werden: Die Krankschreibung per Telefon ist wieder möglich und ein aktueller Antrag im Nationalrat erfüllt die meisten AK-Forderungen zur Sonderbetreuungszeit“, fasst AK-Präsident Gerhard Michalitsch die politischen Forderungen kurz zusammen. 

Letztlich wurde die Vollversammlung auch zu einem Schulterschluss über fraktionelle Grenzen hinweg. Der Großteil der 33 Anträge galt den Maßnahmen zur Krisenbewältigung. So forderte die Vollversammlung die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent, 1.700 Euro netto als kollektivvertraglicher Mindestlohn, eine gerechte Krisenfinanzierung bei der die Arbeitnehmer entlastet und die großen Vermögen und Konzerne in die Pflicht genommen werden, die Stärkung des Sozialstaates, notwendige Änderungen im Homeoffice und Telearbeit, eine Ausweitung des Rechtsanspruches auf Sonderbetreuungszeit für alle Eltern, bessere psychische Unterstützung für Arbeitnehmer, die unter der Krise leiden.

Ebenso lehnte man in einem gemeinsamen Antrag der FSG, der Freiheitlichen Arbeitnehmer und der AUGE/UG die Pläne der Bundesregierung zur Abschaffung der Hacklerregelung ab. Ganz nach dem Motto „45 Jahre sind genug“ sollen Arbeitnehmer weiterhin nach 45 Arbeitsjahren abschlagsfrei in Pension gehen können. Dazu zeigt die Vollversammlung Einigkeit bei den Forderungen zu notwendigen Änderungen in der Schwerarbeit und der Sicherstellung ausreichender Medizin- und Medikamentenproduktion in Österreich.        

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Bianca Werfring, Kommunikation & Marketing der AK Burgenland, T: 0664/823 9449, E: bianca.werfring@akbgld.at