Arbeiter sitzt vor verschlossenem Firmentor © olly, stock.adobe.com
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Tag der Arbeit: AK fordert mehr Unterstützung für Corona-Arbeitslose

Den Tag der Arbeit nimmt die Arbeiterkammer Burgenland zum Anlass, um an jene Burgenländer zu denken, die durch die Krise unverschuldet ohne Arbeit dastehen. Daher gilt der 1. Mai heuer dem Kampf für ein höheres Arbeitslosengeld und ein Beschäftigungspaket. „Besonders hart getroffen wurden jene Menschen, die durch die Krise unverschuldet arbeitslos geworden sind. Noch nie waren so viele Menschen in der Zweiten Republik arbeitslos wie jetzt. Sie müssen jetzt verstärkt unterstützt werden“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch.   

Der 1. Mai, Tag der Arbeit: Seit 130 Jahren feiert die Arbeiterbewegung diesen Tag. Doch auch dieser steht heuer im Zeichen der Corona-Krise. Denn die COVID-19-Pandemie hat enorme Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ließ die Zahl der Arbeitslosen im März explodieren. Alleine im Burgenland haben knapp 5.000 Menschen im März ihren Job verloren, inzwischen dürften es noch mehr sein. „Die Situation ist dramatisch und wird sich in den nächsten Monaten noch weiter zuspitzen. Wir brauchen dringend eine bessere existenzielle Absicherung der Menschen, die ihren Job verloren haben“, plädiert AK-Präsident Gerhard Michalitsch. 

Die Krise hat gezeigt, wie wichtig die Arbeit in unserer Gesellschaft ist. Verändert sich die Arbeitssituation, verändert sich unser Leben: Von neuen Regeln im Arbeitsablauf, über plötzlich zuhause arbeiten, bis zur Entdeckung neuer Helden der Arbeit.

Darüber hinaus hat die Krise vor Augen geführt, wie wichtig ein starkes Gesundheits- und Sozialsystem ist. Über 200.000 neue Arbeitslose in Österreich profitieren von einem starken Sozialstaat. Trotzdem bedarf es eines Ausbaus des Sozialstaates, wie Michalitsch meint: „Es braucht für sie neben einem höheren Arbeitslosengeld auch ein Beschäftigungspaket, damit sie bald wieder in Beschäftigung kommen und die Arbeitslosigkeit gesenkt wird.“ 

Die AK Burgenland hat konkrete Vorstellungen von einem Corona-Beschäftigungspaket: Neben der Aufstockung des AMS-Budgets braucht es eine Weiterbildungsoffensive für Arbeitslose sowie eine Initiative für ältere Arbeitslose. „Jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit! Jetzt haben die Corona-Arbeitslosen unsere Unterstützung dringend nötig. Lassen wir diese Menschen nicht im Stich“, appelliert der AK-Präsident.

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