Schulunterricht © contrastwerkstatt, Fotolia.com
Schulunterricht © contrastwerkstatt, Fotolia.com

AK fordert rasche Wiederöffnung der Schulen

Der zweite harte Lockdown mit Umstellung auf Distance Learning verschärft die Probleme bei Familien mit schulpflichtigen Kindern. Schon im Frühjahr führten die Schulschließungen zu hohen Belastungen für Familien. Das zeigt die AK Sonderbefragung der Schulkostenstudie 2020. „Neben den Kindern lastet auch auf den Eltern – vor allem auf berufstätige - massiver Druck. Die psychische Belastung durch Schulschließungen sind für Eltern mehr als dreimal so groß. Daher appelliere ich an alle Entscheidungsträger, jetzt Sofortmaßnahmen zu setzen, um rasch wieder einen geregelten Schulbetrieb zu ermöglichen“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch.

Die Covid 19-Pandemie wird vermehrt zur Belastungsprobe für Familien. Gerade berufstätige Eltern mit schulpflichtigen Kindern tritt es besonders hart. So sollen Schüler auch im Homeschooling die Lernziele erreichen und Lernstoff aus dem Vorjahr nachholen. Dabei zeigt sich eines ganz schnell: Während der Corona-Einschränkungen ist die Lernschere noch weiter aufgegangen. Dies untermauert auch die AK Sonderbefragung der Schulkostenstudie 2020, für die über 2.000 Eltern mit rund 4.000 Schulkindern befragt wurden. Die AK fordert daher die rasche Wiederöffnung der Schulen. „Die Bundesregierung hat den Sommer verschlafen und es sichtlich verabsäumt Maßnahmen zu setzen, um die Schulen endlich krisenfit zu machen – das rächt sich jetzt, angesichts eines neuerlichen Lockdowns. Zum Wohle der Kinder und Eltern müssen die Schulen so schnell wie möglich – unter entsprechenden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen – wieder öffnen.“ 
Michalitsch denkt da an notwendige Investitionen in die Infrastruktur wie Luftfilter, CO2-Messgeräte, aber auch an automatische Fiebermessgeräte an den Eingängen sowie ausreichend FFP2-Masken für Lehrer und Schüler. Dazu bedarf es einer ausgeklügelten und flächendeckenden Teststrategie

Weiters fordert die AK zusätzliche Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter. „Hier müssen mehr Mittel zur Verfügung stehen. Nur so kann eine weitere Verschärfung der psychischen Belastung vermieden werden“, mahnt Michalitsch.

Kontakt

Kontakt

Bianca Werfring
Kommunikation & Marketing

T: 0664/823 9449
E: bianca.werfring@akbgld.at