Versicherungsberatung © auremar, stock.adobe.com
Mann im Rollstuhl wird beraten © auremar, stock.adobe.com

AK ist Partner für Menschen mit Behinderungen!

Morgen, Donnerstag, ist internationaler Tag für Menschen mit Behinderungen. Die Arbeiterkammer Burgenland berät sowohl Arbeitnehmer mit Behinderungen als auch betroffenen Familienangehörigen. Die Bandbreite von Behinderungen ist groß. Schon ein insulinpflichtiger Diabetiker kann einen Behindertengrad von über 50 % aufweisen und damit unter Umständen einen besonderen Kündigungsschutz besitzen. „Die Arbeiterkammer ist Partner für Menschen mit Behinderungen - wir beraten im Arbeitsrecht, etwa wenn es um die konkrete Situation im Betrieb geht, genauso aber auch sozialrechtlich, um etwa AK-Mitgliedern mit behinderten Kindern zu helfen. Wir verhelfen Menschen mit Behinderungen zu der Unterstützung, die ihnen zusteht!“, so AK-Präsident Gerhard Michalitsch.

"Bei einem Behinderungsgrad von zumindest 50 % gibt es je nach Eintrittsdatum und Beschäftigungsdauer einen besonderen Kündigungsschutz, was bedeutet, dass eine Kündigung nur aus bestimmten Gründen und nach Zustimmung des Behindertenausschusses beim Sozialministeriumservice möglich ist. Ohne dessen Zustimmung ist eine Kündigung rechtsunwirksam“, erklärt AK-Arbeitsrechtsexperte Mag. Martin Sugetich. Darüber hinaus kann die begünstigte Behinderteneigenschaft auch weitere Vorteile bieten wie z.B.: Förderungen im Beruf, Lohnkostenzuschüsse zur Erlangung und Sicherung von Arbeitsplätzen, Mobilitätshilfen, technische Arbeitshilfen, Arbeitsplatzadaptierungen oder Zuschüsse zur beruflichen Aus- und Weiterbildung und steuerliche Begünstigungen.

Im Kollektivvertrag, Dienstrecht oder in Betriebsvereinbarungen können auch Zusatzurlaub(e) vorgesehen sein. Das Behinderteneinstellungsgesetz verbietet zudem die Benachteiligung von Arbeitnehmern mit Behinderungen, unabhängig vom Grad der Behinderung.

Auch sozialrechtlich berät die AK. Davon profitieren AK-Mitglieder und ihre Familien – von behinderten Kindern, über verunfallte Personen, bis zu älteren Menschen mit Behinderungen. Hierbei geht es meist um das Pflegegeldverfahren. „Wird Pflegegeld gewährt, bedeutet das oft eine große finanzielle Erleichterung für betroffene Familien“, berichtet AK-Präsident Michalitsch. Auch am Arbeitsmarkt sind Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen und laufen eher Gefahr langzeitsarbeitslos zu werden. Die AK fordert daher 100.000 öffentliche Jobs für Langzeitarbeitslose bzw. eine Jobgarantie der öffentlichen Hand.

„Beratungen in der AK erfolgen derzeit Corona-bedingt vor allem telefonisch oder per Email, persönliche Beratungen nur nach telefonischer Terminvereinbarung. Informationen zum Thema sind auch unter https://bgld.arbeiterkammer.at/arbeitundbehinderung abrufbar.“

Kontakt

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Ing. Reinhard Huber, BA
Direktion/Präsidium - Referent des Präsidenten

T: 0676/66 75 471
E: reinhard.huber@akbgld.at