AK Präsident © AK Burgenland, AK Burgenland
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Hacklerregelung: 45 Jahre sind genug!

Wütend zeigt sich AK Burgenland-Präsident Gerhard Michalitsch angesichts der gestrigen Ankündigung die Neuauflage der „Hacklerregelung“ zurückzunehmen zu wollen. Die seit 1.1.2020 gültige Regelung macht es möglich, dass Arbeitnehmer nach 45 Arbeitsjahren abschlagsfrei in Pension gehen können. Sollte diese fallen, spüren das die Burgenländer auch im Geldbörsl. Denn betroffene Arbeitnehmer verlieren nach AK-Berechnung durchschnittlich rund 360 Euro brutto im Monat – ein Leben lang. „45 Beitragsjahre sind genug. Es ist nur gerecht, dass Menschen, die ihr Leben lang hart und fleißig gearbeitet haben, nach 45 Jahren ohne Abschläge in Pension gehen können. Das Aus der Hacklerregelung ist Politik gegen Arbeitnehmer“, kritisiert Michalitsch und schießt scharf in Sachen ÖVP: „Mit diesen Plänen zeigt die ÖVP ihr wahres Gesicht. Ihre Politik ist Verrat an den Arbeitnehmern. Auf dem Rücken der Beschäftigten machen sie der Industrie und den Unternehmern ein Geschenk nach dem anderen.“

„Nicht abschaffen, sondern adaptieren“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch statt dem Aus für die Hacklerregelung vielmehr eine Reparatur der Regelung. Die Vollversammlung der AK Burgenland hat im November 2019 einstimmig (!), auch mit den Stimmen der ÖVP-Arbeitnehmer und der grünen AUGE/UG, einen entsprechenden FSG-Antrag beschlossen. 

Die AK Burgenland fordert in diesem Antrag:
• die Versicherungszeiten des Bundesheeres, des Zivildienstes und des Wochengeldes in diese Regelung einzubeziehen,
• und auf die Pensionen der Jahrgänge 1954 bis 1957 anzuwenden und die Pensionen dieser Personengruppe auf Anfrage neuzuberechnen. 

„Das wäre gerecht! Denn damit werden zwei große Lücken in der Hacklerregelung geschlossen. Einerseits sind Bundesheer-, Zivildienst- und Wochengeld-Zeiten ebenfalls Leistungen, die Respekt und Anerkennung verdienen. Andererseits sind die vier Jahrgänge 1954 bis 1957 derzeit die einzigen Generationen in Österreich, die von dieser Anerkennung ausgeschlossen sind – davor gab es die Hacklerregelung in ähnlicher Form bereits. Das ist eine gerechte Reparatur im Sinne der Arbeitnehmer“, betont der AK-Präsident.

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