Arbeiter mit Schutzmaske © Blue Planet Studio, stock.adobe.com
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Lockdown: AK begrüßt neue Kurzarbeit

Mit einem Trinkgeld-Ersatz und einer Null-Stunden-Option ist die Kurzarbeit angesichts des neuerlichen Lockdowns überarbeitet worden. Schon seit März wird situationsbedingt nachgebessert und adaptiert. „Die aktuellen Verschärfungen bedürfen auch entsprechender Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Natürlich muss die Gesundheit der Burgenländer oberste Priorität haben, aber dabei darf auf die Arbeitnehmer keinesfalls vergessen werden. Sie brauchen eine Garantie auch nach der Krise Arbeit zu haben. Dies bietet das neue Kurzarbeits-Modell. Daher mein dringender Appell an die Wirtschaft: Bitte nutzen Sie die Möglichkeit der Kurzarbeit! Es geht um jeden Arbeitsplatz“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch.

Bei der adaptierten Kurzarbeit ist vorgesehen, dass die Mitarbeiter nicht - wie derzeit geregelt - 30 Prozent arbeiten müssen, sondern nur 0 Prozent für jene Betriebe, die schließen müssen. Da der Durchrechnungszeitraum länger ist als nur ein Monat, können die Mitarbeiter im November ganz zu Hause bleiben, bei bis zu 90 Prozent des Gehalts. So können Betriebe, die im November gesperrt werden, die Kurzarbeit anwenden, sofern keine Mitarbeiter gekündigt werden. Sie haben außerdem Anspruch auf 80 Prozent Umsatz-Ersatz - als Basis wird der Umsatz vom November des Vorjahres genommen.

Michalitsch nimmt die Arbeitgeber in die Pflicht und appelliert diese Maßnahmen in Anspruch zu nehmen. „Es gilt mehr denn je Arbeitsplätze zu retten - jeden einzelnen. Das neue Modell macht es möglich. Denn Kurzarbeit ist Kündigungen vorzuziehen. Nur so, wenn die Mitarbeiter gehalten werden, kann nach der Krise wieder mit dem bewährten und fachkundigen Team schnell weitergearbeitet werden,“ gibt der AK-Präsident zu bedenken. 

Da die Verschärfung der Maßnahmen auch viele Fragen bei den Arbeitnehmern aufwirft, steht die AK Burgenland ihnen zur Seite. „Wir sorgen dafür, dass unsere Mitglieder auch in unsicheren Zeiten wissen, was ihre Rechte sind und zu ihrem Recht kommen. Unsere Experten beantworten die vielen Fragen, die unsere Mitglieder jetzt haben. Auf die AK kann man sich verlassen“, versichert Michalitsch.

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Bianca Werfring
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