Geld © c, Fotolia.com
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Mindestlohn: AK unterstützt 1.700 € netto in allen Branchen!

Die AK begrüßt den voraussichtlichen Beschluss des Mindestlohns für Gemeinden heute im Landtag, so AK-Präsident Gerhard Michalitsch: "Die Landesregierung setzt damit den richtigen Schritt. Ich appelliere an alle Bürgermeister und Gemeinderäte, den Mindestlohn in ihren Gemeinden umzusetzen! Denn die Gemeindemitarbeiterinnen und Gemeindemitarbeiter haben sich das gerade jetzt in der Krise verdient. Wichtig ist mir aber auch, dass die Gemeinden damit Vorbild sind für die Privatwirtschaft. Ich bin überzeugt, dass viele Unternehmen mitziehen müssen, um gute Mitarbeiter nicht zu verlieren. Es braucht diese Kettenreaktion für generell höhere Einkommen!" Denn 1.700 Euro-Mindestlohn netto pro Monat sei eine Frage der Gerechtigkeit - egal in welcher Branche, so Michalitsch.

„Die Lebenshaltungskosten sind für eine Reinigungskraft, eine Friseurin oder einen Mechaniker gleich hoch wie die eines Landesbediensteten oder einer Juristin in der Privatwirtschaft. Daher brauchen auch jene mit weniger Einkommen mehr Einkommen“, verlangt AK-Präsident Gerhard Michalitsch. Seit Anfang des Jahres wird deshalb der Mindestlohn von 1.700 Euro netto im Landes- und landesnahen Bereich konsequent umgesetzt. Der AK-Präsident hofft auf eine ähnlich konsequente Umsetzung in den Gemeinden. Politischen Verzögerungsmanövern, wie von ÖVP und ÖVP-Gemeindebund angekündigt, kann Michalitsch nichts abgewinnen: „Jede Verzögerung bedeutet weniger Wertschätzung für jene, die unsere Gemeinden am Laufen halten.“ 

Schon so mancher Unternehmer zieht dem öffentlichen Dienst nach. Doch geht es nach der AK Burgenland ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. „Danke an alle Unternehmer, die den Mindestlohn in ihren Betrieben umsetzen, aber es braucht einen generellen Mindestlohn. Denn: Wir brauchen faire Löhne für Arbeitnehmer. Und da sind wir nun mal bei 1.700 Euro. Denn 10 Euro pro Arbeitsstunde sind nur fair“, proklamiert Michalitsch.

Entsprechend fordert die AK Burgenland gerechtes Einkommen. Michalitsch: „Vor allem sind höhere Mindestlöhne auch gut für die Wirtschaft und den Sozialstaat. Da sie die Wirtschaft ankurbeln, neue Arbeitsplätze schaffen, Unternehmen vor Dumpingkonkurrenz schützen und gleichzeitig vor Armut schützen. Und damit muss der Staat auch weniger Sozialleistung finanzieren. Die Arbeitnehmer brauchen dieses Geld und sie haben es verdient.“

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