Schüler mit Schultasche © Natallia Vintsik, stock.adobe.com
Schüler mit Schultasche © Natallia Vintsik, stock.adobe.com

Schulöffnungen: AK fordert Klarstellungen für berufstätige Eltern!

Die schrittweise Öffnung der Schulen ist aus Sicht von AK-Präsident Gerhard Michalitsch der richtige Weg. Dennoch werde die nun geplante Lösung eine große Herausforderung für berufstätige Eltern mit vielen Fragezeichen. Er fordert, dass allen Kindern, die aufgrund der Berufstätigkeit der Eltern Betreuung brauchen, diese auch an den „Hausübungstagen“ zur Verfügung steht. Bei den Kinderkrippen bzw. Kindergärten sei zudem eine Klarstellung notwendig, ab wann wieder regulärer der Betrieb aufgenommen wird. Außerdem brauche es weiterhin eine Verlängerung der Sonderbetreuungszeit bis der jeweilige Schultyp der Kinder wieder seinen Betrieb aufnimmt. „Die Bundesregierung ist gefordert, ganz klare Regelungen im Interesse der berufstätigen Eltern zu treffen“, so der AK-Präsident.

Die Wiedereröffnung der Schulen sei alleine schon deshalb notwendig, weil die Schließung eine große Belastung für die arbeitenden Eltern sei, so Michalitsch: „Erst diese Woche ergab eine Umfrage der Bundesarbeitskammer, dass sich die Hälfte der befragten Eltern beim Lernen mit den Kindern zu Hause schwertut. Die Öffnung ist daher der richtige Weg, damit die Bildungsschere nicht weiter aufgeht.“

Für offene Fragezeichen würden aber etwa die sogenannten „Hausübungstage“ sorgen, die laut Bundesminister Faßmann auch in der Schule verbracht werden können. „Für viele Eltern sei es schlicht notwendig, dass ihre Kinder die zwei bzw. drei Hausübungstage pro Woche in der Schule verbringen. Denn die maximal sechswöchige Sonderbetreuungszeit vieler Eltern ist spätestens mit Ende der aktuell laufenden Woche verbraucht. Für viele Alleinerzieher ist die Lage ohnehin schon seit Wochen prekär“, erklärt Michalitsch.

Der AK-Präsident fordert deshalb neuerlich einen Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit bis zum jeweiligen Normalbetrieb: „Die Möglichkeit der Sonderbetreuung sollte verlängert werden, bis der jeweilige Schultyp der Kinder wieder seinen Vollbetrieb aufnimmt. Auch für die Hausübungstage muss Sonderbetreuungszeit möglich sein“, fordert Michalitsch. Bei den Kinderkrippen und Kindergärten sei zudem weiter unklar, ab wann sie ihren Normalbetrieb wieder aufnehmen könnten. „Das muss die Bundesregierung so schnell wie möglich klarstellen. Es braucht Planungssicherheit für Eltern – soweit es das Virus zulässt“, so der AK-Präsident.

Zuletzt wurden immer wieder Fälle bekannt, bei denen die Kinder arbeitender Eltern in Schulen oder Kinderbetreuungseinrichtungen abgewiesen wurden. „Als AK werden wir uns für alle berufstätigen Eltern einsetzen, die ungerecht behandelt werden. Es darf keinen Nachteil für Eltern geben, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehren müssen“, stellt Michalitsch klar.

Kontakt

Kontakt

Reinhard Huber, Direktion/Präsidium
Referent des Präsidenten

T: 0676/66 75 471
E: reinhard.huber@akbgld.at