Was ist das Pensionskonto und wie funktioniert es? © apops, Fotolia.com
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Sicher – trotz Krise: unser Pensionssystem

Covid-19: eine Zeit des Umbruchs, des Verlusts, aber auch der Neugestaltung des Arbeitslebens. Tausende Menschen arbeiten im Home-Office, knapp 13.500 Burgenländer sind arbeitslos und tausende Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Das Sozialsystem ist gefragt, wie nie zuvor. Die Coronakrise hat gezeigt: Der Sozialstaat funktioniert. „In den vergangenen Jahren wurde das Sozialversicherungssystem immer wieder in Zweifel gezogen. Jetzt zeigt sich, wie wichtig ein guter durch Beiträge finanzierter Sozialstaat ist“, betont AK-Präsident Gerhard Michalitsch.
In Zeiten wie diesen rückt soziale Sicherheit wieder mehr in den Fokus Österreichs. Dabei ist es gut zu wissen: Das solidarische Umlagesystem sichert Menschen in verschiedenen Lebenssituationen. Trotzdem sind viele Burgenländer verunsichert. Entsprechend häufen sich bei den Sozialrechtsexperten der Arbeiterkammer Burgenland die Fragen zur Pension wie: Wie wirkt sich die Kurzarbeit oder die Arbeitslosigkeit auf meine zukünftige Pension aus? Habe ich überhaupt ein Versicherungsmonat in der Kurzarbeit? Zählen die Monate der Arbeitslosigkeit als Beitragsmonate in der künftigen Pension? 
„All diese Fragen können schlichtweg mit „Ja“ beantwortet werden. Durch die Kurzarbeit gibt es sozialversicherungsrechtlich nahezu keine Nachteile. Die Arbeitslosigkeit wirkt sich zwar mit verminderten Beträgen auf das Pensionskonto aus, aber es sind Beitragsmonate für ihre Pension. Zeiten der Arbeitslosigkeit, des Bezuges der Notstandshilfe oder der Kurzarbeit sind Beitragszeiten in der Pension“, gibt AK-Sozialrechtsexpertin Mag. Brigitte Ohr Entwarnung.

Das gesetzliche Pensionssystem ist seit Jahrzehnten ein sicheres Instrumentarium, um Versicherte im Alter abzusichern. Das kann weder durch private Vorsorge, noch durch Pensionskassen ersetzt werden. Die betriebliche, sowie die private Vorsorge stehen als 2. und 3. Säule des Pensionssystems zur Verfügung, können aber die Sicherheit eines gut funktionierenden, staatlichen Pensionssystems nicht ersetzen. Die AK-Expertin rät daher als zusätzliche Alternative zur Höherversicherung: „Die so genannte "Höherversicherung" ist eine Möglichkeit, einen Zusatzbetrag zur staatlichen Pension zu erhalten. Sie zahlen dabei nicht in eine Privatversicherung ein, sondern ins öffentliche Pensionssystem.“

Gerade in Zeiten der Krise reagieren Aktienmärkte höchst schwankend und sensibel. „In der jetzigen Situation zeigt sich, wie unsicher das private, gewinnorientierte Kapitalumlageverfahren und wie stabil und konstant im Vergleich die österreichische Sozialversicherung ist. Genau jetzt sehen wir die Stabilität des Sozialstaates durch Kurzarbeit und Arbeitslosenversicherung“, bringt AK-Präsident Gerhard Michalitsch die Vorteile des Sozialstaates auf den Punkt.

Abschließend appelliert Michalitsch: „Der Sozialstaat führt uns durch schwierige Zeiten, vertrauen wir ihm und dem hervorragenden System, das wir in Österreich haben.“

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