Junger Mann liegt im Bett und Schaut auf Streamingportalen © Daviles, stock.adobe.com
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Vorsicht bei unseriösen Streamingdiensten

Eine unerfreuliche E-Mail-Nachricht erreichte einen Nordburgenländer. Er sollte 395,88 Euro bezahlen. Wofür? Der Absender SimoFlix.de behauptete, er habe sich für eine 5-tägige Testphase des Streamingdienstes angemeldet. Die Konsumentenberater der AK Burgenland konnten ihm helfen. „Es handelt sich um eine unseriöse Plattform, es existiert kein rechtsgültiger Vertrag, die unberechtigte Forderung ist nicht zu bezahlen“, versichert AK-Konsumentenschützer Mag. Christian Koisser.   

„Gerade in Zeiten der Quarantäne kann es natürlich verlockend sein, den einen oder anderen Blockbuster im Internet zu suchen. Doch die Suche nach Filmen birgt auch Risiken, haben sich doch unseriöse Anbieter mit Angeboten breit gemacht, die nur darauf abzielen, Konsumenten Geld aus der Tasche zu ziehen“, warnt AK-Konsumentenschützer Mag. Christian Koisser. 

Diese Erfahrung musste auch der Nordburgenländer machen, dessen Kind sich auf der Plattform SimoFlix.de registrierte. Die überraschend eintrudelnde Rechnung war gesalzen: 395,88 Euro für das Jahresabo. Der Anbieter beharrte darauf, der Mann hätte sich für eine 5-tägige Testphase des Streamingdienstes angemeldet. Der kleinste Widerspruch wird mit der Drohung eines Anwalts und Inkassobüros beantwortet. 
Doch die AK Burgenland half. „Hier ist kein rechtsgültiges Geschäft zustande gekommen. Die Homepage existiert lediglich, um Nutzer zur Registrierung zu verleiten. Die behauptete automatische Umwandlung einer kurzen Testphase in ein kostenpflichtiges Abo wäre so einfach nach österreichischem Recht gar nicht möglich“, betont Koisser.

Prinzipiell ist bei so manchen Streamingdiensten Vorsicht geboten. Die Anbieter treten unter den verschiedensten Namen auf, mittlerweile sind zahlreiche Internet-Adressen bekannt, die als Abzock-Streamingdienste bekannt geworden sind. 
„Vor der Registrierung ist eine gebührende Portion Misstrauen angesagt“, rät der Konsumentenschutzexperte und empfiehlt auch einen Blick auf die Homepage des Internet-Ombudsmannes unter www.watchlist-internet.at.

Falls jemand mit einer derartigen Rechnung konfrontiert ist: „Nicht einschüchtern lassen, nichts bezahlen und im Nachhinein keine zusätzlichen Daten bekannt geben“, schlägt Koisser vor.

Bei Problemen und Fragen: Die Experten der AK Burgenland stehen mit Rat und Tat zur Seite (02682/740).

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Bianca Werfring
Kommunikation & Marketing
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