AK Präsident © AK Burgenland, AK Burgenland
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Zivis: AK fordert gleichen Verdienst

Nicht nur, dass so mancher Zivildiener einfach länger seinen Dienst versehen muss, hat er auch finanziell gegenüber den Freiwilligen das Nachsehen. „Ungerecht“, wie AK-Präsident Gerhard Michalitsch - seinerzeit selbst Zivildiener - meint. Zeitgleich fordert er gleiche Bezahlung. „Es dürfen keine Unterschiede gemacht werden. Der Verdienst der verlängerten, verpflichteten Zivildiener soll auf das Niveau der Freiwilligen angehoben werden.“ 

Sie versorgen und betreuen ältere Menschen oder absolvieren Kranken- und Rettungstransporte: Zivildiener helfen im sozialen Umfeld, wie etwa in Krankenhäusern, Altenheimen, im Rettungsdienst und Krankentransport oder in der Behindertenbetreuung. Gerade jetzt während der Coronakrise sind sie eine wichtige Stütze. Entsprechend wurde der Zivildienst für tausende junge Männer um drei Monate verlängert. Sie müssen drei Monate lang einen „außerordentlichen Zivildienst“ leisten. 

Doch was ist dieser Einsatz im Zivildienst wert? Da entscheidet, ob man sich freiwillig gemeldet hat oder ob man zu den verlängerten, verpflichteten Zivildienern gehört. Letztere steigen finanziell schlechter aus. Denn während bei jenen, die sich freiwillig gemeldet haben mindestens 1.300 Euro auf dem Konto landen, werden jene, die länger dienen müssen, mit mindestens 540 Euro im Monat abgespeist.  

Damit zeigt sich AK-Präsident Gerhard Michalitsch mehr als unzufrieden. „Prinzipiell leisten alle Zivildiener wertvolle Arbeit, die großen Respekt verdient. Aber es ist unfair, dass Unterscheide zwischen den freiwilligen und den verlängerten, verpflichteten Zivildienern gemacht werden. Das bedarf einer Nachjustierung. Es kann nicht sein, dass jene, die sich freiwillig melden mehr Geld bekommen als jene, die keine Wahl hatten. Dazu haben sie ihre Pflicht dem Staat gegenüber erfüllt und damit auch Anspruch auf den gleichen Verdienst wie die Freiwilligen. Der Verdienst der verlängerten, verpflichteten Zivildiener muss daher auf das Niveau der Freiwilligen angehoben werden“, fordert der AK-Präsident gleiche Bezahlung.

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Bianca Werfring, Kommunikation & Marketing der AK Burgenland, T: 0664/823 9449, E: bianca.werfring@akbgld.at