Bilanz 2025: Bezirk Oberwart
Die Expert:innen der AK-Bezirksstelle in Oberwart haben im Vorjahr 8.661 Beratungen im Bereich Arbeits-, Sozial- und Insolvenzrecht sowie Lohnsteuerberatung durchgeführt. Hinter jeder dieser Zahlen steht ein persönliches Schicksal. Menschen, die aufgrund einer Insolvenz ihren Job verlieren, denen zu wenig Lohn oder Gehalt bezahlt wird oder deren Überstunden falsch oder gar nicht berechnet werden. Mitglieder, die ohne die Hilfe der AK-Expert:innen ihren Steuerausgleich nicht machen können. „Für uns ist jeder Fall gleich wichtig, denn es geht es um Gerechtigkeit für jedes einzelne Mitglied. Wie wichtig unsere Arbeit ist, zeigt der Anstieg des Streitwertes um mehr als eine Million Euro“, betont AK-Regionalstellenleiter Mag. Christian Drobits.Im Bereich Sozialrecht (Pensions- und Pflegegeldangelegenheiten) wurden 491 Fälle vor Gericht abgeschlossen. 89 davon positiv. Die Betroffenen erhielten insgesamt 4.526.552 Euro.
Beraten wurde auch bei der Arbeitnehmerveranlagung. 250 Beratungen brachten für die Arbeitnehmer:innen insgesamt 350.000 Euro Steuergutschrift. Die höchste Gutschrift für eine Familie mit drei Kindern im Bezirk Oberwart betrug heuer 7.963 Euro.
Insgesamt wurden für die Mitglieder im Bezirk Oberwart 5.624.111,91 Euro erstritten. Das sind um 1,1 Millionen Euro mehr als 2024.
„Es ist der 61-jährige Bauarbeiter, dessen Kündigung nach Intervention von AK und Betriebsrat wieder zurückgenommen werden musste, sodass er seinen Job behalten konnte. Oder Frau D., die jahrelang unterentlohnt wurde und der ihr Arbeitgeber dank der AK mehr als 14.000 Euro nachbezahlen musste. Wir kümmern uns um ihre Belange, denn wie die Bilanz zeigt: Unsere Mitglieder brauchen uns“, erklärt AK-Präsident Gerhard Michalitsch abschließend.