Filmabend zum Weltumwelttag
Weltumwelttag © AK Burgenland, AK Burgenland

Weltumwelttag: Gute & sichere Arbeit braucht einen gesunden Planeten

Der Weltumwelttag am 5. Juni soll weltweit das Bewusstsein für ökologische Verantwortung stärken. Die AK Burgenland lud gemeinsam mit dem Klimabüro des ÖGB zu einem Kinoabend mit dem Film „Matter out of Place“ und dessen Regisseur Nikolaus Geyerhalter. „Klimapolitik hat immer eine soziale Dimension, deshalb muss der ökologische Wandel fair gestaltet werden, denn gelingen kann der Wandel nur, wenn die Interessen der Arbeitnehmer:innen im Zentrum stehen“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch.
Vom Heizungstauch über die Mobilität bis hin zu Lebensmittel oder Arbeitsplätzen – Klimapolitik wirkt in alle Bereiche des Lebens. Die Arbeiterkammer setzt sich daher gemeinsam mit dem ÖGB für einen sozial gerechten Klimaschutz ein, der Arbeitsplätze sichert und den Wandel zur Klimaneutralität aktiv und fair gestaltet. Dieser Wandel kann nur gelingen, wenn er von den Arbeitnehmer:innen mitgetragen wird. „Das passiert aber nur, wenn der ökologische Umbau auch sozial und gerecht ist. Die Hauptverantwortlichen für die Klimakrise müssen am meisten zur Lösung beitragen und dürfen sich nicht freikaufen können“, kritisiert Michalitsch.

Bei einem Filmabend in Eisenstadt wurde die Thematik in der AK Burgenland diskutiert. Mit eindrucksvollen Bildern und bewusst wenigen Worte zeigt der Dokumentarfilm „Matter out of place“ des Regisseurs Nikolaus Geyerhalter, welche Mengen an Abfällen weltweit entstehen und auf welche unterschiedlichen Arten diese entsorgt, verarbeitet oder weiterverwertet werden.
Der globale Ressourcenverbrauch hat sich in den letzten 50 Jahren verdreifacht. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen wird er bis zum Jahr 2060 um weitere 60 Prozent ansteigen. Die Kreislaufwirtschaft bietet die Chance auf eine zukunftsfähige Wirtschaft: Sie trägt dazu bei, den Verbrauch von Rohstoffen zu reduzieren, Ressourcen länger im Nutzungskreislauf zu halten und gleichzeitig den Auswirkungen der Klimakrise entgegenzuwirken. „Und dies immer verknüpft mit guten Arbeitsbedingungen, klaren arbeitsmarktpolitischen Strategien sowie unter konsequenter Einbindung von Arbeitnehmer:innen, ihren Vertretungen und der Öffentlichkeit in alle Entscheidungsprozesse“, erklärt Mag.a Ines Lukic-Zjajo.

„Egal wo der ökologische Umbau passiert. In jedem Bereich müssen die Beschäftigten im Zentrum stehen und muss die ökologische immer mit der sozialen Frage verknüpft werden“, so Michalitsch abschließend.

Laut AK bedarf es Maßnahmen für einen Wandel:

  • Für den klimafreundlichen Aus- und Umbau von Gebäuden, Energie oder Verkehr braucht es öffentliche Investitionen in der Höhe von mindestens 1 Prozent des BIP pro Jahr.
  • Klimaschutz darf auch nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen.  Es braucht für vom Umbau betroffene Arbeitnehmer:innen eine Jobgarantie auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz, sollte der ökologische Wandel Jobs reduzieren. Das Recht auf Aus- und Weiterbildung und die finanziellen Mittel dafür könnte den Fachkräftebedarf des Wandels decken. Außerdem braucht es angesichts der zunehmenden Extremwetterereignisse unbedingt Verbesserungen der Arbeitsbedingungen wie etwa Hitzeschutz.
  • Ein Umfangreiches Wärme- und Kältewirtschaftsgesetz könnte die Rechte der Kund:innen ausbauen, sie vor überhöhten Preisen schützen und eine moderne Regulierung für Wärmeversorger schaffen. So würden alle Wärmelieferanten einer Preisregulierung unterliegen.

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