Tankstelle
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Zwischen Zapfsäule und Geldbörse

Steigende Treibstoffpreise belasten viele Haushalte. Wer regelmäßig tanken muss, kann durch Preisvergleiche und alternative Mobilitätsformen Kosten sparen. Gleichzeitig fordert die Arbeiterkammer mehr Transparenz bei der Preisentwicklung und eine konsequente Prüfung durch die Preiskommission.

Spritpreisrechner

Wo kann man günstig tanken? Der E-Control Rechner hilft dabei.

Die aktuellen Spannungen im Nahen Osten wirken sich unmittelbar auf die internationalen Energie- und Treibstoffmärkte aus und treiben die Preise nach oben. Diese Entwicklungen schlagen sich rasch an den Tankstellen nieder. Für viele Haushalte bedeuten die hohen Spritpreise eine zusätzliche finanzielle Belastung. Besonders stark betroffen sind einkommensschwache Menschen, für die steigende Mobilitätskosten schnell spürbar werden. „Viele Arbeitnehmer:innen sind im Alltag auf ihr Auto angewiesen. Sie haben daher oft keine Möglichkeit, auf das Auto zu verzichten und müssen die hohen Treibstoffpreise zwangsläufig in Kauf nehmen“, kritisiert AK-Vizepräsidentin Bianca Graf.

Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Preise an den Tankstellen. Diese können je nach Standort deutlich variieren. Ein hilfreiches Werkzeug ist der Spritpreis-Rechner der E-Control, mit dem sich jederzeit überprüfen lässt, wo in der Umgebung aktuell am günstigsten getankt werden kann. Der Service ist kostenlos und online unter www.spritpreisrechner.at verfügbar. Neben dem Preisvergleich können auch andere Maßnahmen helfen, die Mobilitätskosten zu senken. „Gerade jetzt kann es sinnvoll sein, über Alternativen zum Auto nachzudenken. Öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften können Kosten sparen. Bei gutem Wetter sind auch E-Bike oder Fahrrad für viele Wege eine praktische Option“, so AK-Verkehrsexpertin Mag.a Ines Lukic-Zjajo.

Während Konsument:innen versuchen müssen, ihre Ausgaben zu reduzieren, fordert die Arbeiterkammer mehr Transparenz bei der Preisentwicklung an den Tankstellen.
„Dass die Preiskommission die Treibstoffpreise erneut überprüft, ist richtig – entscheidend ist jetzt aber, dass diese Prüfung auch spürbare Konsequenzen hat. Mineralölkonzerne müssen transparent darlegen, warum sinkende Rohölpreise bisher nicht in gleichem Ausmaß an die Konsument:innen weitergegeben wurden. Es braucht eine genaue Prüfung, wer für Preissteigerungen verantwortlich ist und auf wessen Kosten sie erfolgen. Denn Preiserhöhungen kommen sofort an der Zapfsäule an, während Preissenkungen deutlich langsamer oder gar nicht weitergegeben werden. Ein solches Ungleichgewicht ist Konsument:innen schwer erklärbar“, betont AK-Vizepräsidentin Graf. 

Aber nicht nur Sprit wird zum Luxus, auch Strom wird immer teurer. Das hängt auch mit dem Merit-Order-System zusammen. Hierbei setzt immer das teuerste noch benötigte Kraftwerk den Preis für alle Erzeugungsformen. Das bedeutet, dass auch wenn viel günstiger Strom produziert wird, z. B. aus Wasser oder Wind, bekommen alle Kraftwerke den Preis des teuersten Gasstroms. „Eine Entkopplung des Strompreises vom Gaspreis wäre ein wichtiger Schritt in Richtung leistbare Energie für Haushalte“, so Mag.a Ines Lukic-Zjajo abschließend.

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