Mehr Klarheit bei Preisen und Verträgen
13 Prozent der burgenländischen Haushalte heizen mit Fernwärme. Wie die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) jetzt kritisiert, haben Konsument:innen wenig Rechte, können Anbieter oft nicht wechseln oder stehen vor schwer verständlichen Rechnungen, die einen Preisvergleich zu anderen Heizarten erschweren. „Wir fordern daher mehr Klarheit für Konsument:innen, vergleichbare Preise, eine unabhängige Kontrolle des Marktes und ein Wärme- und Kältewirtschaftsgesetz“, erklärt AK-Präsident Gerhard Michalitsch.Konsument:innen brauchen mehr Klarheit bei Preisen und Verträgen sowie stärkere Rechte. Deshalb unterstützt die AK die Empfehlung der BWB nach einem einheitlichen Rechtsrahmen und einer Schlichtungsstelle mit hoheitlichen Befugnissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über Energiedienstleister:innen und Abrechnungsunternehmen bis hin zu den Wärmekund:innen.
Konkret fordert die AK:
- Preise müssen vergleichbar sein: Nötig sind standardisierte Tarife, eine bessere Preisvergleichsplattform und klare Informationen zu Heizkosten schon vor dem Miet- oder Kaufvertrag.
- Keine Verpflichtung zum Anschluss an überteuerte Heizsysteme: Der Anschluss von Mieter:innen und Wohnungseigentümer:innen an erneuerbare Heizsysteme ist für das Erreichen der Klimaziele notwendig und sinnvoll. Einer verpflichtenden Heizungsumstellung muss aber eine Angemessenheitsprüfung der neuen Heizkosten vorausgehen.
- Schluss mit unverständlichen Abrechnungen: Jede Wärme-Rechnung muss klar zeigen: Verbrauchspreis, Grundpreis, Messkosten, Anschlusskosten sowie Kosten für Erstinbetriebnahme, An- und Abschaltungen. Die Formate der Abrechnungen müssen vereinheitlicht werden.
- Preisaufsicht ist nötig: Klare Regeln für die Preisbildung bei Fernwärme und Zentralheizungen sollen sicherstellen, dass Kosten fair und nachvollziehbar bei den Kund:innen ankommen.
- Unabhängige Behörde für Wärme und Kühlung: Eine unabhängige Stelle soll Preise beobachten, Streitfälle schlichten und große Anbieter kontrollieren – und den Wärmemarkt fit für die Zukunft machen.
- Weg mit dem Vorschriften-Dschungel: Alle wichtigen Wärme-Regeln sollen in einem einheitlichen Wärme- und Kältewirtschaftsgesetz gebündelt werden – statt zersplittert in unzähligen Vorschriften.