AK-Jowoche "Hatl packt an"
Jobtour Tag 1 © AK Burgenland, AK Burgenland

AK-Jobwoche: „Hatl packt an“

Zum fünften Mal findet die Jobwoche der AK Burgenland statt, in welcher AK-Präsident Gerhard Michalitsch eine Woche lang als Praktikant in unterschiedlichen Betrieben in ganz Burgenland mitarbeitet. Heuer startete die Woche in Eisenstadt bei der Straßenmeisterei. „Dieser Tag war wirklich anstrengend, obwohl die Temperaturen angenehm waren. Ich habe größten Respekt vor allen Arbeitnehmer:innen, die solch körperlich fordernden Arbeiten bei Rekord-Temperaturen leisten“, sagte Michalitsch über den ersten Tag der Jobwoche.
Bereits zum fünften Mal stürzt sich AK-Präsident Gerhard Michalitsch in die AK-Jobwoche, wo er an fünf Tagen in unterschiedliche Berufssparten hineinschnuppern darf. Der Auftakt beginnt bei der Straßenmeisterei Eisenstadt, deren Mitarbeiter:innen sich mitunter um die betriebliche und bauliche Erhaltung der Landesstraßen, sowie der Güter-, Forst- und Radwegen kümmern. Doch auch die Erhaltung von Nebenanlagen, wasserbaulichen Anlagen und Gewässern, der Winterdienst, die Beschilderung von Wegen und vieles mehr fallen in das Aufgabengebiet der Straßenarbeiter:innen.

Der Arbeitstag startete früh um 6:30 Uhr und nachdem Michalitsch mit der passenden Arbeitsuniform ausgestattet wurde, ging es auf zu den Mäharbeiten. „Damit Verkehrsteilnehmer:innen auf Burgenlands Straßen sicher unterwegs sein können, ist es wichtig nicht nur die Straßen selbst, sondern auch sämtliche Grünflächen rundherum instand zu halten“, erklärte Michalitsch. Vor allem heuer haben die Arbeitnehmer:innen alle Hände voll zu tun: Im Burgenland wurden dieses Jahr 41 Bauprojekte um insgesamt rund 11 Millionen Euro gestartet. Um der Bevölkerung und Pendler:innen eine gute Infrastruktur bieten zu können, müssen regelmäßige Sanierungen durchgeführt werden. Besonders in einem Rekordhitze-Sommer ist das keine leichte Aufgabe. „Zwar hatte ich heute das Glück einen kühleren Tag erwischt zu haben, doch die Mitarbeiter:innen haben das nicht immer. Sie müssen auch an den heißesten Tagen draußen arbeiten – oft ohne Schatten, in der prallen Sonne. Mittlerweile gibt es in der Bau-Branche eine Hitzefrei-Regelung ab 32,5 Grad, doch sie ist keine Verpflichtung. Der oder die Arbeitgeber:in entscheidet, ob weitergearbeitet wird oder nicht. Um die Gesundheit der Arbeitnehmer:innen zu schützen, muss aus dieser Vorgabe eine verpflichtende Bestimmung werden“, fordert der AK-Präsident.

Nach einem Tag harter Arbeit und aufschlussreichen Gesprächen mit den Kolleg:innen zieht Michalitsch Resümee: „Dieser Tag hat mir erneut gezeigt, wie sehr körperlich fordernde Jobs an die Substanz gehen – selbst bei milden Temperaturen. Ich möchte mich bei den Mitarbeiter:innen bedanken, die mir einen Einblick in ihre Arbeitsrealität gegeben haben. Es schockiert mich dennoch, wie wenig Rücksicht seitens der Autofahrer auf die Arbeitnehmer:innen genommen wird. Autos fahren mit erhöhter Geschwindigkeit und zu wenig Abstand vorbei, das kann schnell gefährlich werden. Auch die steigenden Temperaturen in den Sommermonaten machen diese Arbeit schwerer. Daher möchte ich an alle Verkehrsteilnehmer:innen appellieren, langsam und achtsam an den Kolleg:innen der Straßenmeisterei vorbeizufahren. Immerhin sorgen sie tagtäglich dafür, dass unsere Straßen stetig verbessert werden und das sollte anerkannt werden.“

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