Verteilaktion
Verteilaktion 2026 © AK Burgenland, AK Burgenland

AK, vida und ÖGB verteilen Frühstückskipferl an Pendler:innen

Pünktlich zum Start der EU-Mobilitätswoche veranstaltet die AK Burgenland gemeinsam mit dem ÖGB und der Gewerkschaft vida eine gemeinsame Pendler:innenaktion. Mehr als 4.000 Kipferl werden an Bahnhöfen und Park&Ride-Anlagen des Burgenlandes an Pendler:innen, Lehrlinge und Bus-, Lok- und BAST-Fahrer:innen verteilt. „AK, ÖGB und Gewerkschaften vertreten die Interessen der Pendler:innen. Mit der Verteilaktion wollen wir allen, die meist täglich den Weg in die Arbeit auf sich nehmen, einerseits eine kleine Freude in der Früh machen und andererseits wichtige Informationen mitgeben", erklärt AK-Präsident Gerhard Michalitsch.

Mehr als 4.000 Kipferl, 15 Bahnhöfe und Park&Ride-Anlagen von Neusiedl am See bis Güssing und vier Berufsschulen: bei der Pendler:innenaktion  wurde den burgenländischen Pendler:innen heute von Arbeiterkammer, ÖGB und Gewerkschaft vida der Morgen versüßt.  

Wer im Burgenland wohnt, arbeitet häufig nicht in der eigenen Gemeinde. Viele fahren täglich in eine andere Region oder in andere Bundesländer. Die Wege sind oft lang. In der Ostregion liegt die durchschnittliche Pendeldistanz im Burgenland bei rund 45 Kilometern. Früh aufstehen, steigende Benzinpreise, Verspätungen – Pendler:innen haben es nicht immer leicht. „Wenn ein Betrieb schlecht oder gar nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, bleibt vielen Beschäftigten nur das Auto. Das kann bei niedrigen und mittleren Einkommen zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden“, so Berend Tusch, Landesvorsitzender der Gewerkschaft vida. AK, Gewerkschaft und ÖGB fordern deshalb ein betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) für größere Betriebe. Unternehmen sollen gemeinsam mit ihren Beschäftigten sowie Betriebsrät:innen überlegen, wie Arbeitswege besser, sicherer und klimafreundlicher organisiert werden können – etwa durch bessere Anbindungen, Fahrradabstellplätze, Jobtickets, Fahrgemeinschaften oder Shuttle-Angebote. Das ist neben dem Klimaschutz auch eine Antwort auf den Arbeitskräftebedarf: „Ein Arbeitsplatz ist für Arbeitnehmer:innen nur dann wirklich attraktiv, wenn auch der Weg dorthin funktioniert“, so Tusch. 

Arbeitsplätze müssen gut erreichbar sein. ÖGB-Landesvorsitzender Manuel Sulyok unterstreicht diese Aussage: „Viele Beschäftigte können sich nicht aussuchen, ob sie pendeln. Mobilität ist für sie keine Frage des Komforts, sondern Voraussetzung dafür, überhaupt arbeiten zu können. Und genau da wollen wir unterstützen.“

Um die Pendler:innen zudem bestmöglich vertreten zu können, hat die AK Burgenland eine neue Studie erstellt. Die Mobilitätsstudie zeigt: 85 Prozent der Menschen fahren mit dem Pkw zur Arbeit, obwohl sich eine Bushaltestelle im Umkreis von 700 Metern zu ihrem Wohn- und Arbeitsort befindet. „Das Burgenland ist bereits auf einem gutem Weg, aber damit mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, braucht es umfassende Änderungen. Die Studie zeigt, dass es betreffend des öffentlichen Verkehrs noch viel Luft nach oben gibt“, so AK-Verkehrsexpertin Mag.a Ines Lukic-Zjajo.

Daher fordern wir:


  • Verlässliche Takte und Anschlüsse, auch außerhalb der klassischen Stoßzeiten
  • Mehr Angebote für Schichtarbeiter:innen und Beschäftigte mit atypischen Arbeitszeiten
  • Ausbau des BAST und anderer Mikro-ÖV-Angebote
  • Gute Lösungen für die erste und letzte Meile
  • Weitere Park-&-Ride- und Park-&-Drive-Anlagen dort, wo sie gebraucht werden
  • Mehr sichere Radverbindungen und Fahrradabstellplätze
  • Barrierefreie Mobilitätsangebote
  • Mehr Kapazitäten in den Spitzenzeiten
  • Bessere Information bei Verspätungen und Störungen
  • Bessere Information über das ÖV im Burgenland
  • Leistbare Tickets für Arbeitnehmer:innen und junge Menschen
  • Betriebliches Mobilitätsmanagement in größeren Unternehmen


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