Warme Wohnung, leere Börse?
Mit Beginn der Heizperiode rückt eine zentrale Frage für viele burgenländische Haushalte in den Mittelpunkt: Wie bleibt die Wohnung warm, ohne dass die Heizkosten das Haushaltsbudget übermäßig belasten? Gerade für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen sind hohe Energie- und Wohnkosten eine große finanzielle Belastung. „Niemand soll sich zwischen einer warmen Wohnung und anderen notwendigen Ausgaben entscheiden müssen“, so AK-Expertin Mag.a Ines Lukic-Zjajo. Sie zeigt einige Tipps und Unterstützungsangebote auf, um in der Heizsaison das Meiste aus seinem Geld herauszuholen.Wärme dort, wo sie gebraucht wird
Dennoch kann es auch bei ungünstigen Bedingungen ratsam sein, folgende Tipps umzusetzen: Bei der Einstellung der Heizung kann Energie gespart werden, wenn man die Daumenregel – 20 bis 21 Grad im Wohnzimmer und 16 bis 18 Grad im Schlafzimmer – beachtet. „Man sollte außerdem darauf achten, dass Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt werden. Geschlossene Rollläden in der Nacht können Wärmeverluste über Fenster reduzieren“, rät die Expertin. Außerdem sollten Türen zu deutlich kühleren Räumen geschlossen bleiben und Türen sowie Fenster auf ihre Dichtheit geprüft werden. Energieverträge sollten regelmäßig überprüft und Abrechnungen kontrolliert werden – das Augenmerk sollte stets auf Vertragsbedingungen und mögliche Preisänderungen gerichtet sein.
Richtiges Lüften und Schimmel vermeiden
Regelmäßiges Lüften sorgt nicht nur für frische Luft, sondern hilft dabei, Feuchtigkeit aus der Wohnung zu entfernen. Besonders im Winter empfiehlt es sich, mehrmals täglich für wenige Minuten stoßzulüften. Dauerhaft gekippte Fenster verursachen dagegen unnötige Wärmeverluste. „Gerade nach dem Duschen oder Kochen sollte die feuchte Luft möglichst rasch nach außen gelangen. Wichtig ist, die Wohnung ausreichend zu beheizen und auf Anzeichen von Feuchtigkeit oder Schimmel zu achten“, so Lukic-Zjajo.
Wärmepreisdeckel im Burgenland: Anspruch prüfen
Für burgenländische Haushalte gibt es mit dem Wärmepreisdeckel des Landes auch 2026 eine Unterstützung bei hohen Heizkosten. Die Förderung richtet sich an Burgenländische Haushalte mit einer Bemessungsgrundlage von maximal 43.000 Euro. Die Antragsfrist für den Wärmepreisdeckel läuft 2026 bis 31. Dezember 2026 aus. Kann eine hohe Nachzahlung nicht auf einmal beglichen werden, gibt es die Möglichkeit eine Ratenzahlung mit dem Energieanbieter zu vereinbaren: Gesetzlich kann eine Ratenzahlung für die Laufzeit von bis zu 12 Monaten und in begründeten Fällen von bis zu 18 Monaten eingeräumt werden. Auch weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote können infrage kommen: Bei finanziellen Schwierigkeiten können sich Betroffene an die Schuldnerberatung Burgenland wenden. Für Fragen zu Energieverbrauch, Heizkosten und möglichen Einsparungen bietet die Energieberatung Burgenland oder auch die Energiesparberatung der Caritas Burgenland Unterstützung an.