Mann mit einem Sparschwein in der Hand
Junger Mann schaut auf Sparschwein © pikselstock, stock.adobe.com

Was Weltspartag-Angebote wirklich bringen

Besonders zum Weltspartag am 31. Oktober locken Banken Neukund:innen mit vermeintlich tollen Aktionen und extra hohen Zinsen zu einem ihrer Sparprodukte. Doch Vorsicht ist geboten: Oft gelten diese Konditionen nur für drei bis vier Monate, danach fällt die Verzinsung deutlich. Das zeigt ein aktueller Sparzinsen-Monitor der AK bei insgesamt 16 Banken im Oktober laut dem AK Bankenrechner. Die AK zeigt, worauf man bei Spar-Angeboten achten sollte.
Am 31. Oktober, dem Weltspartag, werben beinahe alle Banken mit vermeintlich attraktiven Sparzinsen um Neukund:innen. Die Angebote klingen zu gut um wahr zu sein – das sind sie leider meist auch. Denn das Versprechen hoher Zinsen hält häufig nur kurz, wie AK-Konsumentenschützer Mag. Christian Koisser erklärt: „Angebote mit hohen Sparzinsen scheinen auf den ersten Blick attraktiv, doch viele davon entpuppen sich als kurzfristige Lockangebote. Die hohen Zinsen fallen nach drei bis vier Monaten drastisch auf nur ein bis zwei Prozent. Viele werben mit Bonus- und Premiumzinsen, während der eigentliche Bankzinssatz teilweise nur 0,01 Prozent beträgt. Werden die Boni gestrichen, sinkt die Verzinsung enorm.“ Der AK-Experte rät daher, bei Angeboten immer genau hinzusehen und sich nicht von Top-Konditionen blenden zu lassen.

Die AK gibt Tipps, worauf Sparfüchse achten sollten:

· Angebote prüfen: Sowohl Neukund:innen als auch Bestandskund:innen sollten Angebote sorgfältig vergleichen.
 
· Vorsicht vor Lockzinsen: Was nach einem guten Angebot klingt, endet oft im Zins-Keller: Die Zinsen für täglich fälliges Geld gelten häufig nur für drei oder vier Monate fix, danach fällt der Zinssatz. Daher immer ins Kleingedruckte schauen! 
 
· Festgeld kann zur Zinsfalle werden: Wer sein Festgeld vor Ablauf kündigt, zahlt oft drauf. Die Regeln unterscheiden sich von Bank zu Bank. Deshalb immer vor dem Abschluss unbedingt die Kündigungsbedingungen schauen.
 
· Drei Jahre binden für Mini-Extra? Mehr Laufzeit heißt nicht unbedingt mehr Zinsen. Denn zwischen einem und drei Jahren Bindung liegen bei Top-Angeboten oft nur rund 0,3 Prozentpunkte. Für die lange Wartezeit ist das kein Riesensprung. Daher lohnt sich ein Vergleich!
 
· Notgroschen, wenn möglich, zur Seite legen: Für unerwartete Ausgaben sollte – wenn es die finanzielle Situation zulässt – einen Notgroschen auf ein jederzeit verfügbares Konto legen. Für den Rest können Festgeld oder Kapitalsparbücher sinnvoll sein. So bleibt man flexibel und kassiert trotzdem Zinsen.
 
· Fixzins bringt Sicherheit: Bei Kapital- oder Festgeldsparen steht der Zinssatz von Anfang an fest. Vorteil: Der angelegte Betrag wird für die vereinbarte Laufzeit zu einem Fixzinssatz verzinst – das bringt keine bösen Überraschungen bei den Erträgen. Nachteil: Eine vorzeitige Auflösung reduziert den Zinsertrag. 

· Mehr Zinsen – prüfen und wechseln: Die besten Angebote gibt’s oft nur auf Zeit. Wenn man den Ertrag optimieren möchten, muss regelmäßig verglichen und umgeschichtet werden. Der AK Bankenrechner hilft, die besten Sparzinsen zu finden.


AK-Sparzinsen Monitoring

Bis zu 3,5 % Zinsen locken Neukund:innen - doch nach wenigen Monaten sinkt die Verzinsung deutlich.

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