Pädagogin mit Kindern © lordn, adobe.stock.com
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Kinderbetreuung im Burgenland

Ob Kinderkrippe oder Kindergarten – eine adäquate Betreuung für die Jüngsten wird immer wichtiger. Das Burgenland bewegt sich hierbeiinsgesamt auf einem hohen Niveau, wenn auch in manchen ländlicheren Regionen Handlungsbedarf besteht. „Wir brauchen faire Chancen für jedes Kind von Anfang an, unabhängig vom sozialen Hintergrund oder der Geldbörse der Eltern. Der Anfang dazu muss bereits im Kindergarten gemacht werden“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch. 
Rechtzeitig zum heutigen Kinderbetreuungsgipfel der Sozialpartner in der Wiener Hofburg, zieht auch die Arbeiterkammer Burgenland ein Fazit zur derzeitigen Betreuungssituation im Burgenland. Und das Angebot an Betreuungseinrichtungen für Kinder kann sich sehen lassen: Von 171 Gemeinden entsprechen in 35 die Angebote den VIF-Kriterien, in 49 Gemeinden sogar dem VIF+. Zu diesen VIF-Kriterien zählen dabei unter anderem qualifiziertes Personal, die Öffnungszeiten sowie -tage und auch das Angebot von Mittagessen. „Dennoch hinken kleinere Gemeinden im Mittel- und Südburgenland den nördlichen leicht hinterher. Auch bei den unter 3-jährigen Kindern besteht noch Handlungsbedarf. In den meisten Fällen kann aber bereits jetzt schon durch gemeindeübergreifende Kooperationen gegengesteuert werden“, erklärt AK-Expertin Mag.a Gabi Tremmel-Yakali.

Einen Blick in die Zukunft wirft die Studie „Kinderbetreuung im Burgenland. Perspektiven 2030“. Durch die immer flexibler werdenden Arbeitsmodelle, könnten sich auch die Bedürfnisse bei Kinderbetreuungsangeboten im Laufe der Zeit ändern – insbesondere in Hinblick auf die Öffnungszeiten. Auch die Schwerpunkte der Betreuungseinrichtungen werden sich wahrscheinlich verändern: Neben einer reinen Kinderbetreuung tritt die elementare Bildung mehr in den Vordergrund. Das bringt neue Herausforderungen für die Arbeitnehmer:innen im Kinderbildungsbereich mit sich und der bereits zu spürende Druck auf die Beschäftigten könnte nochmals zunehmen.

Die AK fordert daher:
- Faire Chancen für jedes Kind unabhängig vom sozialen Hintergrund zu ermöglichen
- Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicherzustellen
- Die Gleichstellung von Frauen und Männern voranzutreiben
- Den ländlichen Raum zu stärken und qualitativ hochwertige Wohn- und Wirtschaftsstandorte zu sichern

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