Gemeinsam für Lehrlinge und junge Berufstätige
Die AK Burgenland, der ÖGB und die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) setzen sich gemeinsam für die Interessen von Lehrlingen und jungen Arbeitnehmer:innen ein.
Denn mit der Lehre oder dem ersten Job beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Zum ersten Mal gibt es eigenes Einkommen, neue Verantwortung und mehr Selbständigkeit. Und plötzlich wird eine ganz einfache Frage wichtig:
Wie komme ich jeden Tag zur Arbeit?
Der Weg zur Arbeit ist der erste Schritt in die berufliche Unabhängigkeit
Gerade für junge Menschen im ländlichen Raum ist der tägliche Weg zur Arbeit nicht immer einfach. Der Bus fährt vielleicht nur selten. Der nächste Bahnhof ist weit entfernt. Die Arbeit beginnt um 6 Uhr. Die Berufsschule endet am Nachmittag. Der Lehrbetrieb liegt außerhalb des eigenen Ortes. Dann wird das Auto schnell zur einzigen Möglichkeit.
ABER: Junge Menschen sollen ihre Ausbildung und ihren Arbeitsplatz erreichen können, ohne auf das Auto der Eltern oder ein eigenes Auto angewiesen zu sein.
Was sagen junge Menschen selbst?
Ein zentrales Ergebnis des „Jugendreport Burgenland 2026“ ist: Junge Burgenländer:innen nehmen das Burgenland grundsätzlich als lebenswerten, naturnahen und sozial vertrauten Raum wahr. Rund 82,8 % der Befragten geben an, mit ihrem Leben insgesamt (sehr) zufrieden zu sein. Trotz dieser hohen Zufriedenheit gibt es Herausforderungen.
Mobilität und der öffentliche Personennahverkehr gehören zu den wichtigen Themen für Jugendliche.
Denn Lebensqualität bedeutet auch, selbstständig von A nach B kommen zu können. In der aktuellen Mobilitätsstudie der Arbeiterkammer Burgenland liegt der Anteil der Öffi-Nutzer:innen bei den unter 19-Jährigen bei 26 Prozent. Bei den unter 29-Jährigen beträgt er immerhin noch neun Prozent. Ab einem Alter von 30 Jahren nutzen durchschnittlich nur noch drei Prozent den öffentlichen Verkehr.
Mobilität muss leistbar sein
Für Lehrlinge und junge Arbeitnehmer:innen zählt jeder Euro. Fahrtkosten können einen erheblichen Teil des monatlich verfügbaren Geldes ausmachen. Deshalb braucht es leistbare Angebote.
Für Lehrlinge gibt es beispielsweise:
- Jugendticket: 29,60 Euro pro Jahr
- Top-Jugendticket: 101 Euro pro Jahr
Das Top-Jugendticket ermöglicht die Nutzung der Verbundlinien in Wien, Niederösterreich und Burgenland. Die Tickets stehen Lehrlingen bis zum vollendeten 24. Lebensjahr zur Verfügung.
Die AK Burgenland unterstützt Lehrlinge außerdem beim notwendigen Lehrlingsausweis. Dieser wird für die Nutzung der Jugendtickets benötigt und kann online beantragt werden.
UNSER ZIEL: Öffentliche Mobilität muss für junge Menschen so leistbar und attraktiv sein, dass ein eigenes Auto keine Voraussetzung für den Start ins Berufsleben ist.
Junge Menschen im Burgenland sollen:
- leistbar zur Arbeit und Berufsschule kommen
- im ländlichen Raum selbstständig mobil sein können
- nicht auf das Auto der Eltern angewiesen sind
- sichere Rad- und Fußwege vorfinden
- gute Bus- und Bahnverbindungen nutzen können
- von günstigen Jugendtickets profitieren
- auch bei frühen und späten Arbeitszeiten mobil bleiben
- bei der Gestaltung zukünftiger Mobilitätsangebote mitreden können
AK, ÖGB und ÖGJ setzen sich dafür ein, dass
Menschen im Burgenland ihre Arbeit, Ausbildung und Berufsschule gut, sicher, leistbar und selbstständig erreichen können.
Kontakt
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Arbeiterkammer BurgenlandInteressenpolitik
Mag.a Ines Lukic-Zjajo
T: 02682 740 3184
E: interessenpolitik@akbgld.at