Kinderarmut © Volkshilfe Burgenland, Volkshilfe Burgenland
Kinderarmut abschaffen © Volkshilfe Burgenland, Volkshilfe Burgenland

Wenn das Geld zum Essen nicht mehr reicht

7.000 Kinder und Jugendliche sind im Burgenland armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Das sind 14 Prozent aller Kinder. In Österreich sind es insgesamt 368.000 Kinder und Jugendliche. Im Jahresvergleich sind das im Schnitt gerechnet rund 50 Kinder.

Im Rahmen einer österreichweiten Tour gegen Kinderarmut machte die Volkshilfe auch im Burgenland Station, um auf die Thematik aufmerksam zu machen. Das Kinderarmut Abschaffen-Team machte sich in der letzten Schulwoche auf den Weg ins Burgenland. Ihr Ziel: das Einkaufszentrum Oberwart. Dort wurden einen Nachmittag lang vor allem junge Menschen auf das Thema Kinderarmut aufmerksam gemacht. Mit Erfolg, das Interesse und die Bereitschaft etwas zu ändern war groß. Hunderte Unterschriften für die Einführung einer Kindergrundsicherung in Österreich konnten gesammelt werden.  

„Nach der Pandemie schlägt nun auch die Teuerung mit aller Härte zu. Wir dürfen jene, die am wenigsten haben und am meisten getroffen werden, jetzt nicht allein lassen. Statt beliebiger Einmalboni brauchen wir eine nachhaltige Kindergrundsicherung.“, mahnte die Präsidentin der Volkshilfe Burgenland, Verena Dunst.  

Wenn die Schuljause zu teuer wird 

Seit mehr als einem Jahr bietet die Volkshilfe Burgenland Sozialberatung für armutsbetroffene Familien an. „Unsere Beratungsgespräche mit den Familien zeigen, dass die Teuerung für viele Existenz bedrohend ist“, bestätigt auch Elvira Prangl, Sozialarbeiterin im Team Kinderarmut Abschaffen. „Früher sprachen die Familien von Schulausflügen, auf die ihre Kinder verzichten müssen, jetzt sprechen sie von Schuljause, die zu teuer wird.“    

Am Ende des Monats gibt es bei armutsbetroffenen Familien oft nur Butternudeln. Früher günstig, kosten Penne-Nudeln aktuell um 79% mehr als im Vorjahr, Butter um 31%. Grundnahrungsmittel wie Milch und Obst sind um 7% teurer geworden, Brot um 8%. Wer ohnehin die Hälfte des Einkommens für Lebensmittel, Wohnen und Energie ausgeben muss, den treffen diese Preissteigerungen ungleich mehr.  

Petition jetzt unterschreiben! 

Die Mehrausgaben für eine Kindergrundsicherung würden bei nur rund 2 Milliarden Euro pro Jahr liegen. Das aktuelle Antiteuerungspaket der Regierung liegt bei 28 Milliarden.

„Statt Steuergeschenken für die Reichen könnte man jetzt geborenen Kindern 14 Jahre lang eine Kindheit ohne finanzielle Sorgen schenken.“, wagt Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich, ein plakatives Gedankenspiel. Er fordert auf seiner Tour einmal mehr die Abschaffung von Kinderarmut in Österreich. 

 

PETITION

Die Einführung einer Kindergrundsicherung kann hier unterzeichnet werden

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