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Elektromobilität Quo Vadis?

Ambitionierte Zielsetzungen dominieren derzeit die Energie- und Verkehrspolitik. Die Europäische Kommission will den Anteil von Benzin- und Diesel-Autos in Städten bis ins Jahr 2030 halbieren. In Österreich sollen bis 2020 rund 200.000 Elektrofahrzeuge im Einsatz sein. In die Elektromobilität werden von vielen Seiten große Hoffnungen gesetzt.


Günther Chaloupek, Leiter des Bereichs Wirtschaft der Arbeiterkammer Wien, mahnte zur Vorsicht, wenn es um die Forcierung von Elektroautos gehe. Berücksichtigt werden muss schließlich, dass die Forcierung Elektromobilität einen zusätzlichen Bedarf an Strombedarf erzeugt. Hier ist unklar woher dieser Mehrbedarf kommen soll.

Georg Mayer, Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik der Arbeiterkammer Niederösterreich, rückte die Pendlerinnen und Pendler in den Fokus. Es müssen demnach Konzepte entwickelt werden, damit auch Berufspendlerinnen und –pendler von der Einführung der Elektromobilität profitieren können.

E-Mobilität als Baustein im Mobilitätspuzzle

Einig waren sich die Diskutanten und Diskutantinnen dabei, dass die Elektromobilität in Form des öffentlichen Verkehrs bereist heute Realitität ist – Eisenbahn, Straßenbahn und U-Bahn sind der Beweis, dass Elektromobilität schon seit vielen Jahren erfolgreich funktioniert. Insgesamt kristallisierte sich bei der Diskussion heraus, dass der öffentliche Verkehr eine tragende Rolle im Verkehrssystem der Zukunft spielen muss.

Wichtig erschien den Diskutanten und Diskutantinnen, dass Gesamt-Mobilitätslösungen angeboten werden müssen. Und dabei sind E-Autos nur ein Lösungsbaustein von vielen, um die Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft zu befriedigen. Die Wiener Stadtwerke verstehen die E-Mobilität somit als "Ergänzende Mobilität", bei der das E-Auto die "letzte Meile" vom öffentlichen Verkehrsknotenpunkt zum Wohnort oder Zielort überwinden soll.

Keine Anschaffungsförderungen

Eine wichtige Frage ist dabei, wer sich die E-Autos leisten wird können. Der eins-zu-eins Ersatz von konventionell betriebenen Autos durch E-Autos könne nicht die Lösung sein. Daher wurde Anschaffungsförderung von E-Autos mehrheitlich abgelehnt. Primär müsse bei größeren Fahrzeug-Flotten angesetzt werden, um die Elektromobilität im PKW- und Nutzfahrzeugsegment zu forcieren.

Ausbildungsnotwendigkeiten

Der verstärkte Einsatz von Elektrofahrzeugen und Hybridfahrzeugen bringt einen zusätzlichen Aus- und Weiterbildungsbedarf mit sich. Gedeckt werden könnte dieser Bedarf durch Zusatzmodule im Bereich der Ausbildung KFZ-Technik. Die Frage blieb jedoch offen, ob die Betriebe diesen Ausbildungserfordernissen gewachsen sind. Eine mögliche Abhilfe könnten hierbei Ausbildungsverbünde schaffen, bei denen sich Schulen, Industrie und Gewerbebetriebe beteiligen.

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