Beratungsgespräch © Adam Gregor , stock.adobe.com
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Bewerbung

Mit dem Ende der gesetzlichen Schulpflicht, das in Österreich mit der Absolvierung des 9. Schuljahres erreicht ist, beginnt für viele Jugendliche eine ganz neue Lebensphase: Der Eintritt in die Arbeitswelt. Zunächst als Lehrlinge erwerben die Jugendlichen Kenntnisse und Fertigkeiten, die sie nach Ausbildungsabschluss zu FacharbeiterInnen in ihren jeweiligen Berufsbereichen machen. Aber auch SchülerInnen an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen erlangen erste Einblicke in die Arbeitswelt. Sie sind verpflichtet, im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung sogenannte Pflichtpraktika zu absolvieren. Auch um einen solchen Praktikumsplatz zu bekommen ist in der Regel eine Bewerbung erforderlich.

Jugendliche, die auf der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz - also einer Lehrstelle - sind, müssen sich in einem erst Schritt einmal überlegen, in welche Richtung es gehen soll. Dabei gilt es sich im Vorfeld viele Fragen zu stellen und Antworten zu finden: Was interessiert mich? Worin bin ich gut? Oder aber auch: Was möchte ich auf keinen Fall machen?
Hat man sich für einen Beruf(sbereich) und im Idealfall auch für die eine oder andere Alternative entschieden, gilt es, einen Ausbildungsbetrieb zu finden.

SchülerInnen, die auf der Suche nach einem Praktikumsplatz sind, haben es hier ein wenig leichter: Ihre Richtung ist zunächst einmal vorgegeben, was aber nicht heißt, dass es immer einfach ist, einen passenden Praktikumsbetrieb zu finden!

Was beide Gruppen eint: Die Suche nach einem Betrieb, in dem sie sich berufliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten aneignen können, die sie auf ihren Wunschberuf möglichst optimal vorbeireiten. Der nun folgende Bewerbungsprozess besteht aus mehreren „Bausteinen“:

  • Stellensuche: Recherche im Internet (mit Suchmaschinen, auf online-Jobbörsen und in den online-Formaten der Tageszeitungen), Kontakt mit dem AMS aufnehmen (bzw. die Homepage www.ams.at besuchen), soziales Netzwerk aktivieren (Familie, Freunde, Bekannte, Verwandte), auf ev. bereits im Vorfeld geknüpfte Kontakte zurückgreifen (z.B. durch absolvierte berufspraktische Tage) oder auch Stellenangebote direkt in den Betrieben (Aushänge am Schaufenster oder am Betriebsgelände – „Wir stellen ein:…“-Schilder)
  • Bewerbungsunterlagen: Damit sind das Anschreiben, das einen Bezug zur Lehr- bzw. Praktikumsstelle haben soll und der Lebenslauf gemeint.
  • Bewerbungsgespräch: Auf Aussehen (saubere Kleidung und Gesamterscheinung), Pünktlichkeit (den Weg am besten vorher bereits einmal ansehen bzw. fahren/gehen) und Höflichkeit (Grüßen, Blickkontakt, etc.) achten! Zur Vorbereitung auf das Gespräch Informationen über das Unternehmen / den Betrieb einholen: Was wird dort hergestellt/gemacht? Wie viele MitarbeiterInnen hat der Betrieb? Wie viele Standorte gibt es? Welche Berufsbereiche sind vertreten (handwerkliches Personal, kaufmännische MitarbeitreInnen, EntwicklerInnen etc.)? Um dies herauszufinden eignet sich in erster Linie ein Blick auf die Unternehmenshomepage. Hier lassen sich viele Fragen beantworten und man gewinnt einen guten Einblick in den Betrieb. Häufig finden sich auch Fotos der MitarbeiterInnen bzw. Personalverantwortlichen (FirmenchefIn, PersonalchefIn, GeschäftsführerIn etc.) und man kann sich bereits ein erstes Bild der (möglicherweise) handelnden Personen machen.
  • Nachtelefonieren: Das ist gegebenenfalls einige Zeit nach der Übermittlung der Bewerbungsunterlagen und ebenso einige Zeit nach dem erfolgten Bewerbungsgespräch nötig. Im ersten Fall, um sich zu erkundigen, ob die Unterlagen eingelangt sind und im zweiten Fall um nachzufragen, ob schon eine Entscheidung getroffen wurde bzw. bis wann mit einer solchen gerechnet werden darf.



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