100 Euro Geldscheine © Syda Productions , stock.adobe.com
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01.04.2022

Qualifikationsförderungszuschuss (Land Burgenland)

Das Land Burgenland unterstützt weiterbildungsinteressierte Burgenländer:innen mit einem Qualifikationsförderungszuschuss. In Anspruch genommen werden kann er von

  • Arbeitnehmer:innen (unabhängig davon, ob sie geringfügig, in Teilzeit oder Vollzeit arbeiten)
  • freie Dienstnehmer:innen
  • Personen, die aktuell arbeitslos oder auf Arbeitssuche sind. Dabei gilt folgendes:
    - Für den Besuch von Bildungsmaßnahmen mit Kursbeginn vor März 2020: Sofern innerhalb von 8 Monaten ab Kursende (Kursabschluss bzw. Abschlussprüfung) ein Beschäftigungsnachweis vorgelegt werden kann.
    - Für den Besuch von Bildungsmaßnahmen mit Kursbeginn zwischen März 2020 und Dezember 2021: Kein Beschäftigungsnachweis erforderlich.
  • Zivil- und Präsenzdienern sowie
  • Personen in Karenz

WICHTIG: Das monatliche Bruttoeinkommen darf 3.319 Euro (Alleinverdiener:in) bzw. 5.310 Euro (Familieneinkommen: beide Partner:innenbeziehen ein Einkommen) nicht übersteigen! Bei Alleinverdiener:innen erhöht sich das Bruttoeinkommen um 10% für den/die Ehepartner:in sowie um 10% für jedes Kind, für das Familienbeihilfe bezogen wird. Sonderzahlungen werden dabei nicht berücksichtigt, ebenso werden Familienbeihilfe und Trennungsgelder nicht als Einkünfte gewertet.

Ziel der Bildungsmaßnahme muss entweder eine berufliche Weiterbildung im aktuellen Tätigkeitsfeld sein, oder eine Ausbildung für einen neuen Tätigkeitsbereich. Bei einem Berufswechsel ist die Weiterbildung förderbar, wenn die Ausbildung in den Bereich der „Zukunftsberufe mit generellem Bedarf“ fällt oder ein Beschäftigungsnachweis innerhalb der Antragsfrist vorgelegt werden kann.
Die Bildungseinrichtung muss jedenfalls zertifiziert sein. Ob dies auf die gewünschte Bildungseinrichtung zutrifft, ist mit dem Referat Förderwesen der Burgenländischen Landesregierung abzuklären.

Höhe der Förderung

  • 50% der Kurskosten bis max. 1.500 Euro
  • 60% der Kurskosten bei Lehrabschlussprüfungen
  • 75% der Kurskosten bis max. 2.000 Euro für Wiedereinsteiger:innen nach einer Elternkarenz bzw. Zeiten der Haushaltsführung oder nach der Pflege pflegebedürftiger Angehöriger
  • 75% der Kurskosten bis max. 4.000 Euro für Berufsreifeprüfung, Studienberechtigungsprüfung, Meister- oder Werkmeisterprüfung.
  • 100 % der Kurskosten bis max. 4.000 Euro für Ausbildungen in Pflegeberufen und Zukunftsberufen mit generellem Bedarf. Details zu letzteren sind im Referat Förderwesen der Burgenländischen Landesregierung zu erfragen.
  • 100 % der Kurskosten bis max. 4.000 Euro für alle oben angeführten Schulungsbereiche erhalten all jene Burgenländer:innen, die zwischen Anfang März und Dezember 2020 ihr Dienstverhältnis verloren haben. Wichtig: Der Beschäftigungsverlust in diesem Zeitraum ist zu belegen!

Eine Person kann jährlich max. 4.000 Euro an Qualifikationsförderungszuschuss erhalten.

Folgende Kosten können geltend gemacht werden:

  • Kurskosten bis zu den oben jeweils angeführten Höchstgrenzen
  • Kosten für Kursunterlagen
  • Fahrtkosten im Zusammenhang mit der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel 

    Kosten für Kursunterlagen und Fahrkosten fallen dabei nicht in die Maximalförderhöhe!

Grundsätzlich nicht gefördert werden

  • Universitäre Ausbildungen sowie Ausbildungen mit akademischem Abschluss 
  • Lehrgänge an Fachhochschulen und Universitäten
  • Bedienstete mit einem Dienstverhältnis zu Bund, Land oder Gemeinde sowie zur Europäischen Union bzw. Arbeitnehmer:innen von Unternehmen/Betrieben an denen Bund, Land oder Gemeinde beteiligt sind. Ausnahmen:
    1. Es wird eine Berufsreifeprüfung, Studienberechtigungsprüfung, Meister-, Werkmeister- oder Lehrabschlussprüfung absolviert.
    2. Es wird eine Bildungsmaßnahme in Pflegeberufen oder in sonstigen "Zukunftsberufen mit generellem Bedarf" absolviert.
    3. Es wird eine Bildungsmaßnahme absolviert, die einem Berufswechsel bzw. der Ausbildung für einen neuen Tätigkeitsbereich dient.
    Diese Weiterbildungen sind auch für hier angeführten Bediensteten förderbar. Für die Ausnahmen 2 (Pflegeberufe bzw. Zukunftsberufe) und 3 (Umschulungen) allerdings nur dann, wenn innerhalb von 8 Monaten ab Ausbildungsabschluss (Kursende oder Abschlussprüfung) ein Beschäftigungsnachweis erbracht werden kann. 

Antragsfrist

Förderanträge sind grundsätzlich bis längstens 4 Monate nach Ende der Bildungsmaßnahme direkt beim Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abt. 6 – Referat Förderwesen zu stellen. Dort erhält man auch detaillierte Auskünfte zu offenen Fragen.

HINWEIS: Für Bildungsmaßnahmen, die zwischen März 2020 und Dezember 2021 (COVID19-Pandemie) beendet wurden, gilt eine grundsätzlich erweiterte Antragsfrist: Hierfür können Anträge bis 6 Monate nach Kursabschluss, längstens aber bis 30.06.2022 gestellt werden.

TIPP

Eine Abklärung bezüglich der Förderfähigkeit einer Aus- oder Weiterbildung im Vorfeld macht Sinn und sorgt für mehr Klarheit hinsichtlich der finanziellen Belastung, die dieser Weg mit sich bringt! 

Web: www.burgenland.at


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